„Deutschland spricht“ 2026: Neue Runde startet am 30. August
Neue Runde „Deutschland spricht“ startet am 30. August

Berlin – Die deutschlandweite Medieninitiative „Deutschland spricht“ geht in eine neue Runde. Ziel ist es, Menschen mit gegensätzlichen politischen Ansichten zu einem persönlichen Gespräch zusammenzubringen. Die Aktion wird von der ZEIT initiiert und von BILD unterstützt. Am 30. August treffen sich die Gesprächspaare in Cafés, Parks oder Kneipen in ganz Deutschland.

So funktioniert die Teilnahme

Ab dem 28. Juli finden Leser in vielen BILD-Artikeln eine Box mit einfachen Ja/Nein-Fragen zu aktuellen Streitthemen. Wer teilnehmen möchte, beantwortet die Fragen und gibt einige persönliche Daten an. Anschließend sucht das System einen Gesprächspartner, der möglichst anders geantwortet hat. Die Anmeldefrist endet am 21. August.

Zu den Fragen gehören unter anderem: „Sollte sich Deutschland noch auf die USA verlassen?“, „Hat Deutschland zu viel Zuwanderung?“, „Blicken Sie optimistisch auf die Zukunft Deutschlands?“ und „Arbeiten die Deutschen zu wenig?“ Die Antworten dienen als Grundlage für das Matching.

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Matching und Treffen

Am 21. August erhalten die Teilnehmer per E-Mail ihren Gesprächspartner. Beide müssen dem Kontakt zustimmen, bevor die Daten weitergegeben werden. Eine Erinnerung folgt am 23. August. Für den Fall, dass ein Match nicht zustande kommt, gibt es eine zweite Chance vom 25. bis 27. August. Der offizielle Gesprächstermin ist Sonntag, der 30. August. Die Teilnehmer vereinbaren selbst einen öffentlichen Ort; auch Telefon- oder Videogespräche sind möglich.

Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse

Bisherige Teilnehmer berichten von fairen, offenen und oft überraschend konstruktiven Diskussionen. „Viele sagen, dass das Gespräch viel besser war, als sie erwartet hatten“, so ein Sprecher der Initiative. Wissenschaftler der Universitäten Harvard und Stanford haben das Format untersucht. Ihr Ergebnis: Solche Begegnungen können helfen, Misstrauen gegenüber politisch Andersdenkenden abzubauen.

Prominente Unterstützung

Auch prominente Persönlichkeiten haben bereits teilgenommen, darunter Ex-„Tagesschau“-Chef Jan Hofer. Er diskutierte mit Nikolaus von Bargen. Die Initiative startete bereits vor Jahren und hat sich als erfolgreiches Mittel gegen die Polarisierung in der Gesellschaft erwiesen.

Machen Sie mit und verlassen Sie Ihre Blase. Die Anmeldung ist ab 28. Juli möglich.

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