Pappmaché-Amphitheater als römische Ruine verkauft
Pappmaché-Amphitheater als römische Ruine verkauft

Ein 43-jähriger Italiener hat mit einem Amphitheater aus Pappmaché und Gips einen Millionenerfolg erzielt – bis die Polizei den Schwindel aufflog. Das berichtet die „Augsburger Allgemeine“. Der Mann verkaufte das Kunstwerk als angeblich 1700 Jahre alte römische Ruine und kassierte dafür rund 200.000 Euro von einem Kunstsammler.

Die falsche Ruine

Das vermeintliche historische Bauwerk war rund sechs Meter lang und drei Meter hoch. Es bestand aus Pappmaché, Gips und Farbe, die der Täter künstlich altern ließ. Der Käufer, ein 60-jähriger Sammler aus der Toskana, war überzeugt, ein echtes antikes Stück zu erwerben. Er zahlte den hohen Betrag, ohne die Echtheit prüfen zu lassen.

Die Entdeckung des Betrugs

Die Polizei kam dem Betrüger auf die Spur, als der Sammler das Stück restaurieren lassen wollte. Ein Restaurator erkannte sofort, dass es sich nicht um römisches Mauerwerk handelte, sondern um moderne Materialien. Die Ermittler durchsuchten daraufhin die Werkstatt des 43-Jährigen und fanden weitere gefälschte Artefakte.

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Die Anklage

Der Mann muss sich nun wegen Betrugs verantworten. Ihm drohen mehrere Jahre Haft. Die Polizei betont, dass solche Fälschungen kein Einzelfall sind. Sammler sollten antike Objekte immer von Experten begutachten lassen, bevor sie hohe Summen zahlen.

Die Reaktion des Sammlers

Der betrogene Sammler zeigte sich erschüttert. „Ich habe mein Vertrauen in den Kunstmarkt verloren“, sagte er laut Polizeibericht. Er forderte sein Geld zurück, doch der Betrüger hatte es bereits ausgegeben. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere Opfer existieren.

Fazit

Dieser Fall zeigt, wie leicht man auf scheinbar historische Artefakte hereinfallen kann. Die Polizei rät, bei teuren Antiquitäten immer ein Gutachten einzuholen. Nur so lassen sich Fälschungen wie das Pappmaché-Amphitheater rechtzeitig erkennen.

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