Nach wochenlanger Suche ist die entlaufene Python „Buddy“ aus Brachttal im Main-Kinzig-Kreis wieder in seinem Terrarium. Ausgerechnet eine Katze aus der Nachbarschaft führte die Rettung herbei. Die Halterin Ayleen Schmitt ist überglücklich, dass ihr Haustier den Ausflug unbeschadet überstanden hat.
Katze entdeckt den Ausreißer in der Nacht
Mitten in der Nacht bemerkte die Nachbarskatze den ungiftigen Python nur wenige Meter vom Haus seiner Halterin entfernt. Wie die Polizei berichtete, beobachtete das Tier die Schlange aufmerksam. Anwohner wurden auf die ungewöhnliche Begegnung aufmerksam und alarmierten umgehend die Feuerwehr.
„Nachbarn haben bei mir geklingelt und gesagt: ‚Buddy‘ ist wieder da“, erzählt Schmitt. Als die Feuerwehr ihr den Ausreißer präsentierte, sei ihr erster Gedanke gewesen: „Lebt er noch?“ Diese Sorge war jedoch unbegründet.
Wohlgenährt und unversehrt
„Buddy“ hat seinen Ausflug offenbar gut überstanden. Weder die Begegnung mit der Katze noch die Zeit in Freiheit hätten sichtbare Spuren hinterlassen, sagt Schmitt. Die Schlange wirke wohlgenährt. „Er hat das ganze Theater gut überstanden“, sagt sie glücklich. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“ Vorsorglich will sie mit „Buddy“ einen Tierarzt aufsuchen, um ihn durchchecken zu lassen.
Nicht nur die Feuerwehr, auch die Polizei habe inzwischen bei ihr vorbeigeschaut und überprüft, dass „Buddy“ wieder in seinem Terrarium sei, berichtet Schmitt. Sie will das Terrarium künftig mit einem Schloss sichern, falls der Python tatsächlich den Deckel hochgedrückt haben sollte, um zu entkommen.
Rätsel um die Flucht
Wie die Schlange aus dem Terrarium entweichen und möglicherweise an ihren Katzen vorbei durch ein gekipptes Badezimmerfenster ins Freie gelangen konnte, ist Schmitt nach wie vor ein Rätsel. Die Flucht hatte vor rund zwei Wochen für Aufregung gesorgt: Nachbarn hatten auf einem Holzstapel eine Schlangenhaut gefunden, die laut Polizei wegen ihrer Größe und Musterung nicht von einer einheimischen Art stammen konnte. Kurz darauf stellte sich heraus, dass ein Python aus dem Nachbarhaus entwichen war.
Nachbarn sorgten sich um Kleintiere
Die Nachbarn, die die Haut entdeckt hatten, sorgten sich um Hühner, Kaninchen und andere kleine Haustiere in der Umgebung. Mit einer Wärmebildkamera versuchten sie, den Python aufzuspüren – doch die digitale Technik scheiterte. Am Ende war es eine Katze, die den Fall löste. Die Polizei kann den Fall mit gutem Ausgang zu den Akten legen.



