Die Techniker Krankenkasse (TK) hat einen neuen Höchststand bei Arzneiverordnungen für Arbeitnehmer registriert. Im Jahr 2025 lösten die rund 6,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen Rezepte für mehr als 34 Millionen Medikamente ein – so viele wie nie zuvor. Das entspricht einem Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Herz-Kreislauf-Mittel dominieren
Besonders häufig wurden Herz-Kreislauf-Medikamente verschrieben, allen voran Blutdrucksenker. Laut TK steigt die Zahl der verordneten Tagesdosen in diesem Bereich bereits seit 25 Jahren kontinuierlich. Auffällig ist der Geschlechterunterschied: Männer erhalten fast doppelt so viele Herzmedikamente wie Frauen.
Auf Platz zwei der häufigsten Verordnungen folgen Medikamente gegen Magen- und Darmbeschwerden sowie Sodbrennen. Dahinter rangieren Arzneimittel für das Nervensystem, darunter auch Antidepressiva.
Über zwei Milliarden Tagesdosen
Insgesamt verordneten die Ärzte den TK-Versicherten mehr als zwei Milliarden Tagesdosen. Das sind durchschnittlich 292 Tagesdosen pro Erwerbsperson. Die Auswertung basiert auf den Verordnungsdaten aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Arbeitslosen, die bei der TK versichert sind.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: In Sachsen-Anhalt wurden mit durchschnittlich 329 Tagesdosen pro Erwerbsperson die meisten Medikamente verschrieben, dicht gefolgt vom Saarland mit 328 Tagesdosen. Am niedrigsten lag der Wert in Baden-Württemberg mit 257 Tagesdosen.
Hintergrund der Analyse
Die Techniker Krankenkasse wertet die Arzneimittelverordnungen ihrer Mitglieder regelmäßig aus, um Trends in der Medikamentenversorgung zu erkennen. Die aktuelle Analyse zeigt, dass der Medikamentenkonsum unter Erwerbspersonen weiter zunimmt – ein Trend, der sich bereits seit Jahren abzeichnet.



