Zwei Senioren aus Brandenburg sind Opfer von Internetbetrügern geworden. Ein 76-jähriger Mann aus dem Landkreis Märkisch-Oderland überwies über mehrere Monate hinweg einen mittleren sechsstelligen Betrag auf ausländische Konten, nachdem ihm hohe Gewinnchancen für seine Geldanlage versprochen wurden. Die Polizei teilte mit, dass dem Mann der Eindruck vermittelt wurde, er habe bereits ein Millionenvermögen erwirtschaftet. Als er erneut einen hohen fünfstelligen Betrag überweisen sollte, um an das angebliche Vermögen zu gelangen, wandte er sich an die Polizei.
KI-generiertes Video mit Talkshow-Köder
Eine 85-jährige Frau aus dem Landkreis Barnim stieß auf ein KI-generiertes Video, das den Anschein erweckte, in einer bekannten deutschen Talkshow werde für eine Geldanlage geworben. Deutsche Politiker würden die Anlage angeblich ebenfalls nutzen und damit hohe Gewinne erzielen. Die Frau überwies daraufhin einen mittleren fünfstelligen Betrag und bemerkte erst danach den Betrug.
Polizei rät zu Skepsis bei unrealistischen Versprechen
Die Polizei Brandenburg warnt dringend vor solchen Maschen. „Unrealistische Gewinnversprechen sollten immer skeptisch machen“, erklärte ein Sprecher. „Geben Sie niemals Zahlungsdaten oder Ihre Bankverbindung an Dritte weiter.“ Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an. Die Beamten suchen zudem nach möglichen Hintermännern, die hinter den betrügerischen Anzeigen und Videos stecken.
Häufige Methoden von Anlagebetrügern
Betrüger nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Videos von Prominenten oder Talkshows zu erstellen. Sie locken mit hohen Renditen und bauen Druck auf, schnell zu investieren. Die Polizei betont, dass seriöse Geldanlagen nie derartige Gewinne garantieren. „Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch“, so der Sprecher weiter.
Schutz vor Online-Betrug
Um sich zu schützen, empfiehlt die Polizei, nur mit lizenzierten Finanzdienstleistern zu arbeiten und unabhängige Beratung einzuholen. Verdächtige Angebote sollten sofort gemeldet werden. Im vorliegenden Fall gingen die Senioren erst zur Polizei, als sie bereits hohe Summen verloren hatten. Die Beamten mahnen daher, frühzeitig misstrauisch zu werden und im Zweifel die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren.
Die Betrugsmasche ist kein Einzelfall: In Brandenburg wurden in diesem Jahr bereits Dutzende ähnliche Fälle registriert. Die Täter agieren oft aus dem Ausland, was die Ermittlungen erschwert. Die Polizei arbeitet eng mit internationalen Behörden zusammen, um die Hintermänner zu fassen.



