Schweres Gewitter hinterlässt Spur der Verwüstung
Ein schweres Gewitter hat am 14. Juli im Landkreis Unterallgäu enorme Schäden verursacht. Besonders betroffen war die Region um Bad Wörishofen, wo Orkanböen mit bis zu 120 km/h erwartet wurden. Die Bilanz ist verheerend: Ein Flugzeug wurde zerstört, eine Halle komplett abgedeckt und zahlreiche Bäume stürzten auf geparkte Autos. Die Behörden sprechen von einem der heftigsten Unwetter der letzten Jahre.
Flugzeug am Boden zerstört
Am Flugplatz in Bad Wörishofen wurden mehrere Maschinen schwer beschädigt. Nach Angaben der Polizei wurde mindestens ein Flugzeug durch umherfliegende Trümmer und die Wucht der Böen irreparabel zerstört. Weitere Flugzeuge erlitten erhebliche Schäden. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, dürfte aber nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich liegen.
Halle abgedeckt – Einsatzkräfte im Dauereinsatz
In einem Gewerbegebiet wurde einer Halle das komplette Dach abgedeckt. Teile der Konstruktion flogen durch die Luft und beschädigten angrenzende Gebäude und Fahrzeuge. Die Feuerwehr war stundenlang damit beschäftigt, lose Teile zu sichern und die Einsatzstelle abzusperren. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, doch der Sachschaden ist immens.
Bäume stürzen auf Autos und Straßen
Besonders dramatisch war die Lage auf den Straßen: Mehrere Bäume knickten um und fielen auf geparkte Autos oder blockierten Fahrbahnen. Die Feuerwehren im gesamten Landkreis rückten zu über 100 Einsätzen aus. In Bad Wörishofen musste die Feuerwehr mehrere Straßen sperren, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Auch die Bahnstrecke war zeitweise unterbrochen, nachdem ein Baum auf die Gleise gestürzt war.
Orkanböen mit bis zu 120 km/h
Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld vor schweren Gewittern gewarnt. Für den Bereich um Bad Wörishofen wurden Orkanböen mit bis zu 120 km/h erwartet. Diese Prognose bestätigte sich: Messstationen registrierten Böen in dieser Größenordnung. Solche Windgeschwindigkeiten können schwere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen.
Polizei und Rettungsdienst im Großeinsatz
Die Polizei zog eine erste Bilanz: Neben dem zerstörten Flugzeug und der abgedeckten Halle wurden zahlreiche weitere Schäden gemeldet. „Wir hatten alle Hände voll zu tun“, sagte ein Sprecher der Polizei Memmingen. „Die Anrufe rissen nicht ab, und die Kollegen waren bis in die Nacht im Einsatz.“ Auch das Technische Hilfswerk (THW) wurde angefordert, um bei der Beseitigung der Schäden zu helfen.
Versicherungen rechnen mit hohen Kosten
Die Schäden dürften nach ersten Einschätzungen von Versicherungsexperten in die Millionen gehen. Besonders betroffen sind neben der Flugplatzanlage auch zahlreiche Privatfahrzeuge und Hausdächer. Die Bewohner sind aufgerufen, Schäden umgehend ihrer Versicherung zu melden und Fotos als Nachweis zu machen.
Wetterlage bleibt angespannt
Die Lage bleibt angespannt: Auch in den kommenden Tagen sind weitere Gewitter möglich, wenn auch nicht mehr mit solcher Wucht. Die Behörden raten, Warnmeldungen zu beachten und bei Unwetter Schutz zu suchen. Die Aufräumarbeiten im Unterallgäu werden noch mehrere Tage andauern.



