Waldbrände bei Athen: Schadenserhebung beginnt
Waldbrände bei Athen: Schadenserhebung beginnt

Nach den verheerenden Waldbränden in der Region um Athen hat die Schadenserhebung begonnen. Ersten Schätzungen zufolge wurden mindestens 100 Häuser zerstört und Tausende Hektar Land verbrannt. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren durch Glutnester und instabile Gebäude.

Lage vor Ort: Löscharbeiten und Evakuierungen

Die Feuerwehr kämpft weiterhin gegen zahlreiche Glutnester, die immer wieder aufflammen. Besonders betroffen sind die Gemeinden im Nordosten Athens, darunter Varnavas und Marathon. In der Nacht wurden weitere Dörfer vorsorglich evakuiert, da sich die Winde drehten und die Flammen erneut ausbreiteten. Nach Angaben des griechischen Zivilschutzes sind insgesamt über 700 Feuerwehrleute mit mehr als 200 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Schadenserhebung läuft an

Die Behörden haben damit begonnen, die Schäden systematisch zu erfassen. Ein Sprecher der Regionalverwaltung erklärte: „Wir müssen jetzt schnell handeln, um den Betroffenen zu helfen und die Infrastruktur wiederherzustellen.“ Erste Teams sind in den betroffenen Gebieten unterwegs, um die zerstörten Gebäude zu begutachten und die Zahl der obdachlos gewordenen Menschen zu ermitteln. Bislang wurden mehr als 300 Personen in Notunterkünften untergebracht.

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Ursachen und Kritik

Die Brandursache ist noch unklar, aber die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung. In den letzten Tagen gab es mehrere Festnahmen von mutmaßlichen Brandstiftern. Kritik kommt von der Opposition, die der Regierung vorwirft, bei der Waldbrandprävention zu sparen und den Katastrophenschutz nicht ausreichend zu finanzieren. Premierminister Kyriakos Mitsotakis kündigte an, die Mittel für den Zivilschutz zu erhöhen und die Waldbrandbekämpfung zu modernisieren.

Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung

Die Brände haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. In den betroffenen Gebieten leben geschützte Tierarten wie Schildkröten und Vögel, deren Lebensraum nun zerstört ist. Umweltschützer fordern ein konsequenteres Vorgehen gegen die Ursachen von Waldbränden, zu denen auch der Klimawandel beiträgt. Für die Bewohner der Region ist die Lage existenzbedrohend: Viele haben ihr Hab und Gut verloren. Die Regierung hat Soforthilfen in Höhe von mehreren Millionen Euro zugesagt.

Hilfe und Solidarität

Aus ganz Griechenland und dem Ausland kommen Hilfsangebote. Die EU hat ihre Unterstützung angeboten und koordiniert die Entsendung von Löschflugzeugen und weiteren Einsatzkräften. Auch aus Deutschland gibt es Angebote, technische Hilfe zu leisten. Die Betroffenen können sich an Notfallnummern wenden und werden derzeit in Turnhallen und Hotels untergebracht. Die Behörden bitten die Bevölkerung, die evakuierten Gebiete nicht zu betreten, um die Löscharbeiten nicht zu behindern.

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