Eine Frau in Geisenfeld (Landkreis Pfaffenhofen) machte am Montag eine außergewöhnliche Entdeckung: In ihrem Garten lag eine ausgewachsene Würgeschlange. Die Frau verständigte sofort die Polizei, die die Feuerwehr zur Unterstützung anforderte. Die Einsatzkräfte fingen das Tier fachgerecht ein und brachten es in ein Tierheim.
Fund einer ausgesetzten Würgeschlange in Geisenfeld
Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich um eine ausgesetzte Schlange, vermutlich eine Königspython oder eine ähnliche Art. Das Tier war etwa 1,5 Meter lang und wirkte laut Einsatzkräften geschwächt. Die Feuerwehr Geisenfeld rückte mit mehreren Einsatzkräften an und konnte die Schlange mit Spezialwerkzeug einfangen. Die genaue Art wird derzeit von einem Sachverständigen bestimmt.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um den oder die ehemaligen Besitzer zu ermitteln. Das Aussetzen von Tieren stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße geahndet werden. Zudem verstößt es gegen das Tierschutzgesetz, da die Tiere in der freien Natur nicht überlebensfähig sind.
Hintergrund: Exotische Tiere in Deutschland
Immer wieder werden exotische Tiere wie Schlangen, Echsen oder Spinnen ausgesetzt, wenn ihre Halter sie nicht mehr halten können oder wollen. Oft unterschätzen Käufer die Bedürfnisse und die Größe der Tiere. Ausgesetzte Tiere haben in der Regel kaum Überlebenschancen, da sie an ein Leben in Gefangenschaft gewöhnt sind und in der Natur keine geeignete Nahrung finden.
Das Tierheim, das die Schlange aufgenommen hat, versorgt sie nun und sucht eine artgerechte Unterbringung. Interessierte, die Erfahrung mit Reptilien haben, können sich beim Tierheim melden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise auf den Besitzer geben können, sich zu melden.
Verhalten bei Schlangenfunden
Die Polizei gibt Hinweise, wie man sich bei einem Schlangenfund verhalten sollte: Abstand halten, das Tier nicht anfassen oder reizen, und umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen. Nur geschultes Personal sollte versuchen, die Schlange einzufangen. Zudem sollte man das Tier im Auge behalten, bis die Einsatzkräfte eintreffen, um den Standort zu melden.
Der Vorfall in Geisenfeld zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung für Haustiere zu übernehmen. Wer ein exotisches Tier nicht mehr halten kann, sollte sich an spezialisierte Auffangstationen wenden, anstatt es auszusetzen.



