Ebola: Medikamentenstudien starten – WHO sieht Fortschritte
Ebola: Medikamentenstudien starten – WHO sieht Fortschritte

In der Demokratischen Republik Kongo haben klinische Studien mit experimentellen Ebola-Medikamenten begonnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Fortschritten im Kampf gegen die Seuche. Erste Daten deuten darauf hin, dass die Überlebenschancen der Erkrankten deutlich steigen.

Hintergrund der Studien

Die Studien werden in den betroffenen Regionen im Osten des Landes durchgeführt. Dort war im August 2018 der aktuelle Ebola-Ausbruch ausgebrochen. Er gilt als der zweitschwerste in der Geschichte der Demokratischen Republik Kongo. Mehr als 2.000 Menschen haben sich bislang infiziert, über 1.400 sind gestorben.

Die WHO koordiniert die Forschung. Ziel ist es, die Wirksamkeit verschiedener Medikamente zu vergleichen. Dazu gehören unter anderem die Wirkstoffe Remdesivir, ZMapp und REGN-EB3. Die Patienten werden nach dem Zufallsprinzip einer von mehreren Behandlungsgruppen zugeteilt.

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Erste Ergebnisse vielversprechend

Nach Angaben der WHO zeigen erste Zwischenergebnisse, dass zwei der getesteten Medikamente die Sterblichkeitsrate deutlich senken können. Bei frühzeitiger Behandlung liege die Überlebensrate bei bis zu 90 Prozent. Das sei ein großer Fortschritt im Vergleich zu früheren Ausbrüchen.

Die Studienleiter betonen jedoch, dass die Ergebnisse noch vorläufig sind. Eine endgültige Bewertung sei erst nach Abschluss der Studien möglich. Die WHO warnt davor, die Hoffnungen zu hoch zu schrauben. Dennoch seien die Daten ermutigend.

Internationale Zusammenarbeit

An den Studien sind mehrere internationale Forschungseinrichtungen beteiligt. Dazu gehören das US-amerikanische National Institute of Allergy and Infectious Diseases und die Ärzte ohne Grenzen. Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch die WHO und private Stiftungen.

Die kongolesische Regierung unterstützt die Forschung. Sie hofft, dass die neuen Medikamente bald breit eingesetzt werden können. Allerdings ist die Versorgung in den abgelegenen Gebieten schwierig. Die Logistik stellt die Helfer vor große Herausforderungen.

Bedeutung für die globale Gesundheit

Die Ergebnisse könnten auch für andere Länder wichtig sein. Ebola tritt immer wieder in Afrika auf. Ein wirksames Medikament würde die Bekämpfung künftiger Ausbrüche erleichtern. Die WHO spricht von einem Meilenstein in der Seuchenbekämpfung.

Experten fordern dennoch mehr Investitionen in die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder. Nur so könne man auf künftige Epidemien besser vorbereitet sein. Die aktuellen Studien seien ein Schritt in die richtige Richtung.

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