Versicherte zahlen 2025 mehr für Rollatoren und Hörgeräte
Versicherte zahlen mehr für Rollatoren und Hörgeräte

Die gesetzlichen Krankenkassen haben offengelegt, wie viel Versicherte im Jahr 2025 für Rollatoren, Hörgeräte und andere Hilfsmittel aus eigener Tasche zahlen mussten. Die durchschnittlichen Zuzahlungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Euro auf nun 159 Euro pro Hilfsmittel. Dies geht aus einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-Spitzenverband) hervor.

78 Prozent der Hilfsmittel mehrkostenfrei

Laut dem GKV-Spitzenverband bezogen die Versicherten 78 Prozent der Hilfsmittel mehrkostenfrei – ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren fortsetzt. Dennoch: Wer einen Rollator, ein Hörgerät oder Schuheinlagen benötigt, muss oft einen Eigenanteil zahlen. Insgesamt wurden 2025 knapp 32 Millionen Hilfsmittelversorgungen abgerechnet, für die die Krankenkassen rund 12,1 Milliarden Euro ausgaben. 2024 lag diese Summe noch bei 11,5 Milliarden Euro.

Mehr als eine Milliarde Euro Zuzahlungen

Rund sieben Millionen Mal griffen Versicherte zu Hilfsmitteln, die sie selbst bezuschussen mussten. Insgesamt beliefen sich die Zuzahlungen auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren nur, was medizinisch notwendig ist. Aus ihrer Sicht führen „Gründe der Ästhetik oder des Komforts“ zu zusätzlichen Kosten für die Versicherten.

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Gesetzliche Zuzahlungsgrenzen

Die gesetzlichen Zuzahlungen sind gedeckelt: Versicherte müssen mindestens 7,50 Euro und höchstens 15 Euro pro Hilfsmittel zahlen. Kostet das Hilfsmittel weniger als 7,50 Euro, ist nur der tatsächliche Preis fällig. Diese Regelung gilt für alle Hilfsmittel, von einfachen Gehhilfen bis zu Hörgeräten.

Steigende Ausgaben der Kassen

Der Anstieg der Gesamtausgaben auf 12,1 Milliarden Euro zeigt, dass die Hilfsmittelversorgung zunehmend ins Gewicht fällt. Pro Versorgung wurden im Durchschnitt rund 378 Euro von den Kassen übernommen, während die Versicherten im Schnitt 159 Euro zuzahlten. Der GKV-Spitzenverband betont, dass die Mehrkostenfreiheit für die große Mehrheit der Hilfsmittel erhalten bleibt.

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