Nach einer mutmaßlichen gemeinschaftlichen Vergewaltigung in Augsburg hat der Ermittlungsrichter am Dienstag Untersuchungshaft gegen drei Männer angeordnet. Die Tat soll sich am vergangenen Wochenende ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, eine junge Frau gemeinsam vergewaltigt zu haben.
Hintergründe der Tat
Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft sollen die drei Männer im Alter von 22 bis 27 Jahren die Frau am Samstagabend in einer Wohnung im Stadtgebiet kennengelernt haben. Dort soll es dann zu der Tat gekommen sein. Das Opfer, eine 19-jährige Frau, hatte sich anschließend an die Polizei gewandt und die Vorfälle geschildert.
Die Beamten nahmen die drei Tatverdächtigen noch am selben Wochenende fest. Am Dienstag führte der Ermittlungsrichter die Haftbefehle aus. Die Männer kamen in verschiedene Justizvollzugsanstalten in der Region. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung aufgenommen.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht nun weitere Zeugen. Insbesondere Personen, die am Samstagabend verdächtige Beobachtungen in der Nähe des Tatorts gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden. Die Ermittler prüfen zudem, ob die Tatverdächtigen bereits früher strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.
Nach Angaben der Polizei sind alle drei Männer deutsche Staatsangehörige. Sie stammen aus dem Raum Augsburg. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer und das Opfer sich zuvor nicht kannten. Die junge Frau wird im Rahmen der Ermittlungen psychologisch betreut.
Rechtliche Einordnung
Gemeinschaftliche Vergewaltigung ist in Deutschland ein besonders schwerer Fall der Vergewaltigung nach § 177 Absatz 6 Nummer 2 StGB. Das Gesetz sieht dafür eine Mindestfreiheitsstrafe von drei Jahren vor. In schweren Fällen kann die Strafe bis zu 15 Jahren betragen. Die genaue Strafhöhe hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Untersuchungshaft verhängt wurde, um eine mögliche Wiederholungsgefahr zu verhindern und die Aufklärung der Tat zu sichern. Die Beschuldigten haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein Verteidiger wurde ihnen bereits zur Seite gestellt.
Zeugenaufruf
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Hinweise zu dem Fall geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0821/323-0 zu melden. Auch Hinweise aus der Nachbarschaft oder von Personen, die die Frau oder die Männer am Wochenende gesehen haben, sind für die Ermittler wichtig.
Der Fall hat in Augsburg für Aufsehen gesorgt. Die Stadt steht unter dem Eindruck der Tat. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details werden derzeit geprüft. Die Polizei wird nach Abschluss der Ermittlungen einen Abschlussbericht vorlegen.



