Der Vater der verstorbenen Sängerin Amy Winehouse, Mitch Winehouse, ist von einem britischen Gericht zur Zahlung von 950.000 Pfund (etwa 1,1 Millionen Euro) an zwei Freundinnen seiner Tochter verurteilt worden. Die Richterin befand, dass Mitch Winehouse mit einer unbegründeten Klage gegen Naomi Parry und Catriona Gourlay deren Ruf, Karrierechancen, finanzielle Sicherheit und Gesundheit geschädigt habe.
Hintergrund des Rechtsstreits
Naomi Parry, ehemalige Stylistin, und Catriona Gourlay, ehemalige Mitbewohnerin von Amy Winehouse, hatten zwischen 2021 und 2023 mehr als 150 persönliche Gegenstände der Sängerin verkauft, darunter Handtaschen, Kleider und Kosmetikartikel. Medienberichten zufolge erzielten sie dabei Einnahmen von über 1,4 Millionen Pfund. Mitch Winehouse zog gegen die beiden Frauen vor Gericht und argumentierte, sie hätten die Objekte unrechtmäßig veräußert. Sein Anwalt warf den Freundinnen vor, die „Vergesslichkeit“ des Vaters ausgenutzt zu haben, da Parry gewusst habe, dass Mitch Winehouse keinen Überblick über die Besitztümer hatte.
Urteil des Gerichts
Parry und Gourlay bestritten die Vorwürfe und gaben an, Amy Winehouse habe ihnen die Gegenstände geschenkt oder geliehen. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die beiden Frauen dem Vater nichts verheimlicht hätten. „Der Kläger entschied sich dafür, eine von vornherein schwache Klage einzureichen, diese aggressiv und unerbittlich bis zum Ende zu verfolgen und schwerwiegende sowie unbegründete Vorwürfe gegen die Beklagten zu erheben“, sagte die Richterin am Mittwoch. Sie fügte hinzu, dass dieses „unvernünftige Verhalten besonders schwerwiegend“ sei, da es sich um „zwei junge Frauen“ handele, „die treu an der Seite von Amy gestanden haben“.
Folgen und Hintergründe
Mitch Winehouse muss nun die Summe von 950.000 Pfund als Schadensersatz zahlen. Die Richterin ordnete die Zahlung an, nachdem der Vater im April den Prozess um den Verkauf der Gegenstände verloren hatte. Amy Winehouse war am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung gestorben. Der Fall hatte international für Aufsehen gesorgt, da der Verkauf von Erinnerungsstücken der Sängerin immer wieder für Kontroversen sorgt.



