Polizist schießt Einbrecher bei Waffenfuzzi in Gaggenau nieder
Schüsse in Gaggenau: Polizist stoppt Waffendiebe

In der Nacht zum Montag kam es in Gaggenau (Baden-Württemberg) zu dramatischen Szenen, als zwei Einbrecher versuchten, mit brachialer Gewalt in das Waffengeschäft „Waffenfuzzi“ einzudringen. Um 2 Uhr nachts hämmerten die Männer mit Vorschlaghämmern auf die Panzerglastür ein und rammten wiederholt ihr Auto dagegen. Neun Minuten lang scheiterten sie an der stabilen Tür, während Anwohner das Geschehen filmten.

Polizei trifft auf flüchtende Täter

Als eine Streifenwagen-Besatzung eintraf, rannten die beiden Einbrecher zu ihrem Fahrzeug und versuchten zu fliehen. Ein Polizist umfuhr den Wagen, griff mit einer Hand nach der geöffneten Fahrertür und hielt in der anderen seine Dienstwaffe. Er schrie: „Aussteigen! Polizei! Stehenbleiben!“ Doch der Fahrer schlug die Tür zu und gab Gas. Daraufhin fielen zwei Schüsse. Der Fluchtwagen scherte nach links aus und krachte gegen eine Hauswand.

Auf einem von Anwohnern gefilmten Video ist zu sehen, wie der Polizist weiter brüllt: „Raus! Auf den Boden!“ Seine Kollegin sicherte die Beifahrerseite. Der Fahrer krabbelte aus dem Auto und legte sich bäuchlings auf den Gehweg, der Beifahrer ergab sich ebenfalls. Beide wurden festgenommen und ins Krankenhaus gebracht. Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, trafen die Schüsse des Polizisten beide Einbrecher. Sie erlitten schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen.

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Täter aus Frankreich – Wagen gestohlen

Bei den beiden Kriminellen handelt es sich um Franzosen im Alter von 19 und 24 Jahren. Das Tatfahrzeug, ein in Frankreich gestohlener Wagen, wurde bei der Aktion beschädigt. Die Polizei rechtfertigt die Schüsse mit der unmittelbaren Gefahr: Die Tatverdächtigen seien auf die Beamten zugefahren und hätten zuvor den Streifenwagen beschädigt. Weil ein Polizist schoss, hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Ein Richter ordnete am Montag Untersuchungshaft für die beiden mutmaßlichen Einbrecher an. Ihnen wird versuchter Diebstahl im besonders schweren Fall sowie Sachbeschädigung vorgeworfen. Der Vorfall sorgt in der Region für Diskussionen über den Polizeieinsatz, während die Ermittlungen des LKA noch andauern.

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