Im Fall des Gewaltverbrechens von Kunzach hat die Polizei nun die Todesursache des 54-jährigen Opfers bekannt gegeben. Nach Angaben der Kriminalpolizei Mindelheim starb der Mann an den Folgen massiver stumpfer Gewalteinwirkungen. Dies ergab die Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm.
Hintergründe des Falls
Der 54-Jährige war am vergangenen Freitag in seiner Wohnung in Kunzach, einem Ortsteil von Tussenhausen im Landkreis Unterallgäu, leblos aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Der Mann wies erhebliche Verletzungen auf, die auf eine gewaltsame Auseinandersetzung hindeuteten.
Die Obduktion bestätigte nun den Verdacht: Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Die genauen Umstände sind jedoch noch unklar.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei Mindelheim hat die Ermittlungen übernommen und sucht dringend Zeugen, die Hinweise auf den Tathergang oder verdächtige Personen geben können. Insbesondere werden Personen gesucht, die sich am Freitag im Bereich der Wohnung des Opfers aufgehalten haben oder denen etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist.
Bislang gibt es keine Hinweise auf ein Tatmotiv. Die Polizei prüft derzeit alle möglichen Spuren. Auch das Umfeld des Opfers wird befragt.
Öffentlichkeitsfahndung in der Sendung "Aktenzeichen XY"
Der Fall wird auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt. Die Redaktion der Sendung hat die Polizei bei der Suche nach Zeugen unterstützt. Die Sendung wird am Mittwoch, den 15. Mai, ausgestrahlt. Die Polizei erhofft sich dadurch neue Hinweise aus der Bevölkerung.
Bereits im Vorfeld der Sendung haben sich mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet. Diese Hinweise werden derzeit ausgewertet. Ob sie für den Fall relevant sind, ist noch unklar.
Hintergrund: Kunzach
Kunzach ist ein kleiner Ortsteil von Tussenhausen, einer Marktgemeinde im Landkreis Unterallgäu. Der Ort hat nur wenige hundert Einwohner. Ein Gewaltverbrechen dieser Art sorgt in der Region für großes Aufsehen.
Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet, die mit Hochdruck an dem Fall arbeitet. Die Beamten bitten die Bevölkerung um Mithilfe: Wer etwas beobachtet hat oder Informationen hat, soll sich bei der Kriminalpolizei Mindelheim melden.



