Die französische Küstenwache hat mit Unterstützung britischer Einsatzkräfte 157 Menschen aus einem brennenden Boot im Ärmelkanal gerettet. Die Migranten waren auf dem Weg nach Großbritannien, als ihr Boot in Brand geriet. Sie wurden am Morgen aus dem Wasser gezogen und werden nun in den Hafen von Boulogne-sur-Mer in Frankreich gebracht. Berichte über Tote oder Verletzte gibt es derzeit nicht.
Bootsmotor fing Feuer
Offenbar war der Bootsmotor in Brand geraten, und die Flammen griffen schnell auf das gesamte Boot über. Die Rettungsaktion war eine der größten seit dem Jahr 2018. Mehrere Schiffe, darunter auch ein britisches Rettungsboot, nahmen die Migranten aus dem Wasser auf. Die Informationen stammen von der französischen Seebehörde Prémar und wurden von der BBC sowie mehreren Nachrichtenagenturen übereinstimmend gemeldet.
Hintergrund: Gefährliche Überfahrten
Immer wieder wagen Migranten die gefährliche Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien in überfüllten Booten. Dabei kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Tragödien. Erst im Jahr 2021 starben bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal 27 Menschen, wie ein Untersuchungsbericht später zeigte. Die jüngste Rettungsaktion zeigt erneut die Risiken, denen die Menschen auf der Flucht ausgesetzt sind.
Reaktionen und politische Dimension
Die Zahl der Geretteten ist bemerkenswert hoch und verdeutlicht das Ausmaß der Migration über den Ärmelkanal. An manchen Tagen werden mehrere Hundert Migranten registriert, die die Überfahrt wagen. Im April hatten Frankreich und Großbritannien eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulären Migration über den Ärmelkanal vereinbart. Die Rettungsaktion könnte die Diskussion über sichere Migrationswege und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern neu anheizen.



