Die geplante Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl bis Ende 2026 rückt näher. Thüringens Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) kündigte im Landtag an, dass der Leerzug der Anlage in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen soll. Ziel ist es, die Einrichtung wie vorgesehen zum 30. November 2026 zu schließen.
Die noch in Suhl untergebrachten Menschen werden auf die Standorte in Eisenberg und Gera verteilt. Meißner betonte, dass die vereinbarten Kapazitätsgrenzen mit den Kommunen eingehalten werden. Dies sei unproblematisch, da die Zahl der Flüchtlinge in Thüringen derzeit sehr niedrig ist. Aktuell leben in allen Erstaufnahmestandorten des Landes rund 200 Menschen.
Die Einrichtung in Suhl war in den Jahren 2015/2016 wochen- und monatelang überbelegt, mit katastrophalen sozialen und hygienischen Zuständen. Damals waren bis zu 1.800 Schutzsuchende untergebracht. Die Anlage wurde ursprünglich als Offiziershochschule der DDR-Grenztruppen genutzt.
Neben Suhl soll auch die Erstaufnahme in Eisenberg 2028 geschlossen werden. Als Ersatz plant die Landesregierung eine mittelgroße Einrichtung mit bis zu 500 Plätzen sowie zwei bis drei kleinere Einrichtungen. Die genauen Standorte nannte Meißner nicht. In den kleineren Einrichtungen sollen unter anderem geflüchtete Familien und Personen untergebracht werden, die sich in der großen Einrichtung nicht an die Regeln halten.



