Eine Wildkamera hat das letzte bekannte Foto einer deutschen Frau aufgenommen, die seit mehr als zwei Wochen in der Wildnis Finnisch-Lapplands vermisst wird. Die Aufnahme zeigt die 50-Jährige am 29. Juni 2026 gegen 14 Uhr auf einem Waldweg in der Nähe des Flusses Tenniöjoki in der Gemeinde Salla. Sie trägt einen lilafarbenen Hoodie und eine dunkle Jeans, offenbar ohne Gepäck. Wenige Minuten später verliert sich ihre Spur.
Auto in Fluss versunken – Leere geborgen
Ihr Fahrzeug, ein Fiat mit deutschem Kennzeichen, wurde noch am selben Tag leer in einem Fluss gefunden. Einsatzkräfte bargen den Wagen, doch von der Frau fehlt jede Spur. Die finnische Polizei bestätigte bereits Anfang Juli gegenüber BILD, dass das Auto ein deutsches Kennzeichen trug. Ob die Frau als Touristin nach Finnland gereist war oder dort lebte, wurde bislang nicht mitgeteilt.
Ermittler vermuten Unglück – Suche eingestellt
Inspektor Mikko Pesola von der finnischen Polizei äußerte gegenüber der Zeitung „yle“ den starken Verdacht, dass die Deutsche den Wassereinbruch ihres Autos nicht überlebt habe. Trotz dieser Einschätzung wurde keine neue groß angelegte Suchaktion gestartet. Grund dafür ist die enorme Ausdehnung der Wildnis rund um Salla: Dichte Wälder, Moore und unzählige Gewässer erstrecken sich über viele Kilometer. Ohne konkrete Hinweise wäre eine gezielte Suche kaum möglich.
Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Die Identität der Vermissten ist den Behörden bekannt. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die Frau absichtlich versteckt hält. Sie wird als etwa 50 Jahre alt beschrieben, mit mittellangem braunem Haar. Schon unmittelbar nach ihrem Verschwinden hatten Polizei, Rettungsdienste und der finnische Grenzschutz das Gebiet rund um den Fundort des Autos an Land und im Wasser abgesucht. Die aktive Suchaktion wurde später beendet. Jetzt setzen die Ermittler erneut auf die Öffentlichkeit: Jeder Hinweis könnte entscheidend sein, um das Schicksal der Deutschen endgültig zu klären.



