Gasherd-Explosion in Duisburger Foodtruck: Zwei Männer schwer verletzt
Gasherd-Explosion in Foodtruck: Zwei Männer verletzt

Am Freitagmittag hat eine Gasherd-Explosion in einem Foodtruck in Duisburg zwei Männer schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei besichtigte ein Kaufinteressent das Fahrzeug und testete dabei den Gasherd. Es kam zu einer Stichflamme und anschließenden Explosion.

Ein Zeuge hatte die Flamme bemerkt und sofort die Rettungskräfte alarmiert. Der schwer verletzte Mann wurde von einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Auch der 42 Jahre alte Verkäufer des Foodtrucks erlitt schwere Verletzungen, wie die Polizei weiter mitteilte. Er stand unmittelbar vor dem Fahrzeug, als sich das Unglück ereignete. Wegen der Schwere seiner Verletzungen wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Polizei Duisburg ermittelt zur Unglücksursache

Die genaue Ursache der Explosion ist nach Polizeiangaben noch unklar. Ein Sachverständiger soll in den kommenden Tagen den Foodtruck sowie den Gasherd technisch untersuchen. Dabei werden auch mögliche Undichtigkeiten im Gasleitungsnetz geprüft. Der Vorfall zeigt, wie schnell aus einer alltäglichen Besichtigung eine lebensgefährliche Situation werden kann.

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Rettungskräfte und die Polizei Duisburg waren mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Die Unglücksstelle wurde weiträumig abgesperrt, der Foodtruck selbst nach der Explosion belüftet. Die Polizei bestätigte den Einsatz, machte aber zunächst keine weiteren Angaben.

Gefahren von Gasanlagen in mobilen Küchen

Der Vorfall in Duisburg ist kein Einzelfall. Immer wieder kommt es in Foodtrucks und Imbisswagen zu Zwischenfällen mit Gasgeräten. Die Gründe sind vielfältig: unsachgemäße Installation, beschädigte Schläuche oder fehlende Wartung. In Deutschland müssen gewerbliche Gastronomiebetriebe ihre Gasanlagen regelmäßig überprüfen lassen. Für mobile Einheiten gelten zusätzlich die Vorschriften für Flüssiggasanlagen, die unter anderem die sichere Aufstellung der Gasflaschen vorschreiben.

Besondere Gefahr geht von unsichtbaren Gaslecks aus. Propangas ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden. Wird eine solche Gaswolke entzündet, kann es zu einer verheerenden Verpuffung kommen. Eine regelmäßige Dichtheitsprüfung aller Anschlüsse ist daher überlebenswichtig. Fachleute empfehlen zusätzlich den Einbau von Gaswarngeräten, die bei Gaskonzentrationen unterhalb der Zündschwelle einen Alarm auslösen.

Prüfpflichten für Foodtruck-Betreiber

Betreiber von Foodtrucks müssen die Anforderungen aus der Betriebssicherheitsverordnung beachten. Dazu gehört die Prüfung der Gasanlage durch eine befähigte Person. Auch die Flaschenventile dürfen nur mit zugelassenen Druckminderern verwendet werden. Die Berufsgenossenschaft Verkehr bietet hierzu Schulungen und Informationsmaterial an.

  • Gasanlagen einmal jährlich durch einen Fachbetrieb prüfen lassen
  • Schlauchleitungen und Verschraubungen regelmäßig mit Lecksuchmittel kontrollieren
  • Gasflaschen im Freien und aufrecht lagern
  • Einen Gaswarner in der Fahrzeugkabine installieren
  • Mitarbeiter im Notfallplan und im Umgang mit Gas anlernen

Foodtruck-Boom in Nordrhein-Westfalen

Mobiles Streetfood ist in der Region seit längerem ein Erfolgsmodell. Ob auf Industrieflächen, in Wohngebieten oder bei Stadtfesten: Die rollenden Küchen sind vielerorts anzutreffen. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, doch diese Flexibilität verlangt ein hohes Maß an Sorgfalt bei der Technik. Der vorliegende Fall verdeutlicht, wie wichtig regelmäßige Sicherheitskontrollen in der mobilen Gastronomie sind.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall am Freitagmittag beobachtet haben, sich bei der Polizei Duisburg zu melden. Hinweise können auch über die Onlinewache der Polizei Nordrhein-Westfalen übermittelt werden.

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