Nach dem verheerenden Großbrand auf dem Gelände hinter dem Dampflokwerk in Meiningen hat die Polizei ihre Ermittlungen konkretisiert: Fünf Kinder und Jugendliche stehen im Verdacht, das Feuer fahrlässig verursacht zu haben. Die Verdächtigen sind zwischen 12 und 18 Jahren alt und sollen vor dem Brand an der Unglücksstelle Feuer gemacht haben. Das teilte die Polizei nach Abschluss der Brandortuntersuchungen mit. Spezialisten der Kriminalpolizei Suhl haben eine technische Brandursache ausgeschlossen. Die Ermittlungen laufen nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.
Großeinsatz mit über 180 Kräften
Der Brand war am Dienstag vergangener Woche in einer alten Industriehalle ausgebrochen, die zum früheren Reichsbahnausbesserungswerk gehört. Die Flammen erfassten eine Fläche von rund 100 mal 100 Metern, auf der mehrere leerstehende Betriebsgebäude standen. Insgesamt waren mehr als 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz im Einsatz. Die Polizei bezeichnete den Einsatz als einen der umfangreichsten der vergangenen Jahre in der Südthüringer Region.
Rauchsäule bis nach Bayern sichtbar
Die meterhohe schwarze Rauchsäule war weithin sichtbar und reichte bis nach Bayern. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Zur Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an.



