Hitzewelle und Rekordtief des Rheins: NRW kämpft mit Folgen
NRW: Hitze und Rekordtief des Rheins

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Dienstag in ganz Nordrhein-Westfalen vor starker Wärmebelastung. Nach einer tropischen Nacht werden bis zu 34 Grad erwartet. Gleichzeitig sinken die Pegelstände des Rheins auf neue Rekordtiefs, was die Schifffahrt massiv beeinträchtigt.

Hitzewarnung für ganz NRW

Der DWD empfiehlt, direkte Sonne zu meiden und körperliche Aktivitäten im Freien in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Regelmäßiges Trinken, leichte Kleidung und Mahlzeiten sowie Alkoholverzicht sind ratsam. Wohnungen sollten vor Sonne geschützt und gelüftet werden, wenn es draußen kühler ist.

Die Stadt Bochum appelliert besonders an ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen, sich „vor der Hitze zu schützen und bei Symptomen wie Schwindel oder Kopfschmerzen sofort Schatten aufzusuchen und Wasser zu trinken“. Bielefeld weist auf die extreme Belastung für alte und pflegebedürftige Menschen hin. Duisburg warnt vor hoher Waldbrandgefahr und rät, offenes Feuer zu vermeiden.

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Gewitter und Starkregen möglich

Die Nacht zum Dienstag bleibt tropisch mit Tiefstwerten von 17 bis 22 Grad, in Ballungsräumen teils 24 Grad. Am Dienstag bleibt es heiß, im Tagesverlauf sind Gewitter und Starkregen möglich. Am Mittwoch gibt es einzelne Schauer, die Höchstwerte sinken auf bis zu 26 Grad am Donnerstag.

Rhein erreicht neue Tiefststände

Das Rekord-Niedrigwasser des Rheins hat seinen tiefsten Stand wahrscheinlich noch nicht erreicht. Laut Prognose des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein werden Donnerstag und Freitag drastischere Tiefstände für Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich erwartet. „Es spitzt sich alles voraussichtlich noch stärker zu“, sagte Sprecher Moritz Axt der Deutschen Presse-Agentur.

Am Pegel Köln werden für Freitag nur noch 63 Zentimeter erwartet, nachdem der alte historische Tiefstand von 69 Zentimetern (23. Oktober 2018) bereits unterschritten wurde. Am Samstag wurden 67 Zentimeter gemessen. In Düsseldorf sind für Freitag 17 Zentimeter vorhergesagt, nach 20 Zentimetern am Sonntag – drei Zentimeter weniger als der bisherige Tiefststand von 23 Zentimetern.

Pegel Emmerich fällt unter Null

Am Pegel Duisburg-Ruhrort wurde am Sonntag ein neuer Tiefststand von 149 Zentimetern gemessen, vier Zentimeter weniger als am 23. Oktober 2018. Für Donnerstag und Freitag werden 144 Zentimeter erwartet. In Emmerich liegt der Schwimmer des Pegels trocken: Der Tiefstwert von minus 1 Zentimeter (18. August 2022) wurde am Samstag mit minus 2 unterschritten, für Donnerstag und Freitag werden minus 9 Zentimeter erwartet. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der Pegelstand Null am Ufer.

Binnenschifffahrt: weniger als ein Viertel Ladung

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt weist auf erheblichen Mehraufwand und Mehrkosten hin. „Je nach Ladung und Fahrtgebiet sind Schiffe mit weniger als einem Viertel der sonst üblichen Zuladung unterwegs“, so der Verband. Um dies zu kompensieren, müsse die Ladung auf mehrere Schiffe verteilt werden.

Wasser auch in Ostwestfalen knapp

Der Kreis Lippe meldet kritische Wasserstände in den Gewässern. An der Werre am Pegel Bad Salzuflen-Ahmsen wurden am 3. August nur 26,7 Zentimeter gemessen. Der Kreis appelliert an Bürger, auf Wasserentnahmen für Gartenbewässerung zu verzichten.

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