Gestrandeter Buckelwal vor Poel: Rettungsversuch frühestens am Samstag
Gestrandeter Buckelwal vor Poel: Rettungsversuch frühestens am Samstag

Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal liegt weiterhin in der Kirchsee in der Wismarer Bucht. Am Freitagabend war es ruhig um das Tier, das ohne größere Bewegungen im Wasser lag. Helfer hatten am Nachmittag in Schutzanzügen durch bauchtiefes Wasser gewatet und den Körper des Wals mit nassen Tüchern befeuchtet.

Der geplante Rettungsversuch der privaten Initiative startet frühestens am Samstag. Am Freitag sei mit Probespülungen begonnen worden, sagte Fred Babbel, Chef des beauftragten Tauchunternehmens. Eine große Palette mit einer Plane wurde in den Hafen von Kirchdorf gebracht, auf der der Wal transportiert werden soll. Der Zeitplan richte sich nach dem Befinden des Tieres, so eine Mitarbeiterin des Teams.

Ein Schwimmbagger hatte am Mittag den Hafen verlassen und nahe des Wals Position bezogen. Am Morgen hatte der Buckelwal heftig mit der Schwanzflosse geschlagen und sich um 90 Grad gedreht, sich aber bald wieder beruhigt. Helfer erneuerten später die nassen Tücher auf dem Rücken des Wals.

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Die private Rettungsinitiative zeigte sich optimistisch. Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert sagte, der Wal habe eine reelle Chance, von dort wegzukommen. Die heftigen Bewegungen am Morgen wertete sie als gutes Zeichen, dass er keine großen Verletzungen habe. An dem gegenwärtigen Ort könne der Wal nicht in Ruhe sterben, so die Tierärztin.

Der Rettungsversuch verzögert sich jedoch. Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion mitfinanziert, sagte, man sei einen Tag hinten dran. Am Donnerstag habe man einen Teil des Programms nicht durchführen können. Wissenschaftler und Behörden hatten zuvor betont, der Wal brauche Ruhe, da er orientierungslos und geschwächt sei.

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