Die Wald- und Buschbrände westlich der griechischen Hauptstadt Athen sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr konzentriert sich nach Angaben griechischer Medien auf zwei Hauptfronten: eine im Gebiet der Ortschaft Agios Nektarios im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara, die rund 36.000 Einwohner zählt.
Der Wind hat im Vergleich zum Wochenende zwar nachgelassen, doch die Waldbrandgefahr bleibt laut Zivilschutz sehr hoch. Die Einsatzkräfte arbeiten unter erschwerten Bedingungen, da das Gelände unwegsam ist und immer wieder neue Glutnester aufflammen.
Zwei Fronten halten die Feuerwehr in Atem
Im Kithairon-Gebirge sowie bei Megara sind Löschflugzeuge und -hubschrauber im Einsatz. Sie versuchen, die Flammen einzudämmen, bevor sie sich auf weitere Ortschaften ausbreiten. Die Region ist von trockenen Wäldern und Buschland geprägt, die den Bränden besonders viel Nahrung bieten.
Nach Informationen des griechischen Zivilschutzes sind in der betroffenen Gegend bereits rund 10.000 Hektar Land verbrannt. Hunderte Häuser wurden zerstört – Medienberichten zufolge geht die Zahl in die Hunderte. Auch zahlreiche Nutz- und Wildtiere fielen den Flammen zum Opfer.
Fünf Tote nach Hubschrauber-Kollision
Am Sonntag ereignete sich ein tragisches Unglück: Zwei Löschhubschrauber kollidierten in der Luft. Bei dem Zusammenstoß kamen ein Pilot und ein Copilot ums Leben. Damit stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit den Waldbränden auf fünf. Bereits in der vergangenen Woche waren drei Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten gestorben.
Die griechischen Behörden haben Ermittlungen zu dem Hubschrauberabsturz eingeleitet. Die genaue Ursache ist noch unklar. Die Ermittler sollen nun den Hergang rekonstruieren und klären, ob technisches Versagen oder die schwierigen Bedingungen eine Rolle gespielt haben.
Schnelle Hilfe für die Betroffenen
Parallel zu den Ermittlungen startet die Untersuchung der zerstörten Häuser in den Brandgebieten. Ziel ist es, den Anwohnern schnell finanzielle Unterstützung zu gewähren. Die Regierung hat Hilfszahlungen für alle angekündigt, die durch die Brände ihr Zuhause verloren haben.
Die Löscharbeiten gehen unterdessen weiter. Die Behörden warnen davor, dass die Brandgefahr auch in den kommenden Tagen bestehen bleibt. Die Bewohner der gefährdeten Gebiete sind aufgefordert, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen und ihre Häuser bei Evakuierungsanordnungen sofort zu verlassen.
Die Waldbrände westlich von Athen sind Teil einer Serie von Feuern, die Griechenland in diesem Sommer heimsuchen. Das Land leidet unter einer anhaltenden Dürre und hohen Temperaturen, die die Ausbreitung der Flammen begünstigen.
Für die kommenden Tage sagen Meteorologen keine wesentliche Abkühlung voraus. Regen ist nicht in Sicht, wodurch sich die Lage zunächst nicht entspannen dürfte. Die griechische Regierung steht angesichts der verheerenden Brände vor großen Herausforderungen. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität, während gleichzeitig die Ursachen aufgearbeitet und Präventionsmaßnahmen verstärkt werden müssen.



