Die kurze Abkühlung am Samstag war nur eine Atempause. Schon zum Wochenstart meldet sich die Hitze in Deutschland zurück – und sie bleibt vorerst. Besonders der Süden muss sich auf Temperaturen bis 38 Grad einstellen. Doch damit nicht genug: Die Luft wird zunehmend schwül, das Gewitterrisiko steigt. Örtlich drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Flächendeckender Regen bleibt jedoch Mangelware – und das ist ein wachsendes Problem.
Ausgangslage: Ein weiterer zu warmer und zu trockener Monat
Der Juli war bereits der sechste Monat in Folge mit überdurchschnittlichen Temperaturen. Gleichzeitig war es der fünfte Monat in Folge mit zu wenig Niederschlag. Laut Deutschem Wetterdienst fiel bislang ähnlich wenig Regen wie in den Dürrejahren 2003, 2018 und 2022 zum selben Zeitpunkt. Die Böden sind vielerorts ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr nimmt zu, und der Rhein führt historisch wenig Wasser. Während der Norden etwas entspannter bleibt, ist die Lage im Süden angespannt.
Nacht zum Montag: meist trocken, nur am Alpenrand Gewitter
Die Nacht zum Montag verläuft überwiegend trocken und sternenklar. Einzelne Gewitter sind am ehesten am Alpenrand unterwegs. Die Luft kühlt sich im Norden und Osten auf 12 bis 15 Grad ab. Im Süden, Westen und direkt an der Küste bleibt es wärmer. In den Ballungsgebieten am Rhein wird es mit 16 bis 21 Grad tropisch warm.
Montag: Sonne, Hitze und erste kräftige Gewitter
Der Montag startet verbreitet sonnig und trocken, oft mit strahlend blauem Himmel. Später können sich vom Alpenrand über die Mittelgebirge bis ins Rheinland einzelne, teils kräftige bis unwetterartige Gewitter bilden. Die Höchstwerte liegen zwischen 30 und 38 Grad, besonders im Südwesten wird es extrem heiß und drückend schwül. Lediglich an Nord- und Ostsee bleiben die Temperaturen mit 24 bis 28 Grad angenehmer.
Dienstag: Tropennacht und Unwetterpotenzial
Die Nacht zum Dienstag wird verbreitet warm, vielerorts sogar tropisch. Tagsüber sind Höchstwerte bis 37 Grad möglich, örtlich sogar mehr. Am heißesten wird es im Südosten. Nur an den Küsten bleibt es unter 30 Grad. Neben sonnigen Abschnitten gibt es häufiger kräftige bis unwetterartige Schauer und Gewitter. Dabei sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.
Mittwoch: Gewitter im Osten und Südosten
Am Mittwoch bilden sich vor allem im Osten und Südosten kräftige Gewitter. Trotzdem scheint die Sonne vielerorts. Die Temperaturen erreichen im Nordwesten 23 bis 29 Grad, im Süden und Osten 30 bis 35 Grad. Die Schwüle bleibt erhalten.
Donnerstag: Etwas Abkühlung und mehr Regenchancen
Am Donnerstag drohen vorwiegend vom Schwarzwald bis nach Sachsen sowie im Norden weitere Schauer und Gewitter. Dazwischen gibt es freundliche und weitgehend trockene Abschnitte. Mit Temperaturen zwischen 20 und 33 Grad wird es angenehmer und weniger schwül.
Freitag und Wochenende: freundlich, aber unbeständig
Der Freitag verläuft oft freundlich und trocken. Das größte Schauer- und Gewitterrisiko besteht im Südosten und Norden. Die Temperaturen erreichen 30 Grad im Süden und 19 Grad an der Küste. Für das Wochenende bleibt die Prognose unsicher. Wahrscheinlich geht es weiter wie gehabt: teils freundlich, teils Schauer und Gewitter bei Höchstwerten zwischen 19 und knapp über 30 Grad.



