Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern schwelt weiterhin ein Glutnest unter Baumwurzeln. Aus einer Senke im Waldbrandgebiet steigt immer noch Rauch auf, wie das Nationalparkamt mitteilte. Die Einsatzkräfte beobachten die Stelle jedoch kontinuierlich und sehen keine Gefahr einer erneuten Ausbreitung.
Rauch am Käflingsberg: Bekanntes Glutnest unter Beobachtung
Der Rauch, der vor allem vom Käflingsberg aus in einer Senke sichtbar ist, sei den Einsatzkräften bekannt, erklärte das Nationalparkamt. Das Feuer stehe unter ständiger Beobachtung und werde mehrmals täglich von der Feuerwehr sowie den Rangerinnen und Rangern des Nationalparkamtes kontrolliert. Offenkundig schwele das Feuer unter Baumwurzeln, weshalb eine vollständige Löschung schwierig sei.
Eine Brandbekämpfung vor Ort ist nach Angaben der Behörden nicht möglich, da das Gelände munitionsbelastet ist. Die Einsatzkräfte gehen jedoch davon aus, dass keine Gefahr besteht, dass sich das Feuer über die Senke hinaus ausbreitet. Man hoffe auf ergiebigen Regen, damit das Glutnest von selbst erlischt.
Nationalparkamt bittet um Verständnis: Keine Anrufe wegen Rauchentwicklung
Das Nationalparkamt hat die Bevölkerung gebeten, von weiteren Anrufen bei der Leitstelle zu diesem Brand abzusehen. „So bleiben die Notruf- und Einsatzkapazitäten für akute Notfälle frei“, hieß es in der Mitteilung. Zudem wies das Amt darauf hin, dass Wanderer das Waldbrandgebiet nicht betreten dürfen.
Der Waldbrand im Juli hatte nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums rund 400 Hektar des 32.200 Hektar großen Müritz-Nationalparks in Mitleidenschaft gezogen. Hunderte Einsatzkräfte waren etwa eine Woche lang mit der Eindämmung beschäftigt. Die genaue Brandursache ist bislang unklar, die Ermittlungen dauern an.
Hintergrund: Waldbrand im Müritz-Nationalpark
Der Brand war Ende Juli ausgebrochen und hatte sich aufgrund der Trockenheit schnell ausgebreitet. Mehrere Ortschaften waren zeitweise bedroht, Bewohner mussten evakuiert werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, auch weil das Gebiet munitionsbelastet ist und nicht betreten werden kann.
Nach dem Großbrand wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Wiederaufforstung zu unterstützen. Das Umweltministerium kündigte an, die betroffenen Flächen genau zu beobachten und bei Bedarf zu renaturieren. Auch die Diskussion über den Umgang mit munitionsbelasteten Wäldern wurde neu entfacht.
Das Nationalparkamt appelliert an alle Besucher, die Sperrgebiete zu respektieren und die Hinweise der Behörden zu beachten. Nur so könne die Sicherheit aller gewährleistet werden.



