In Thüringen bereitet sich der Rothirsch auf die herbstliche Brunft vor. Das frisch gebildete Geweih ist ausgewachsen, und nun entfernt der „König der Wälder“ die schützende Baste, indem er es an Bäumen und Sträuchern reibt. Bei einem ausgewachsenen heimischen Hirsch kann das Geweih fünf bis elf Kilogramm wiegen und bis zu einem Meter breit werden, wie die Thüringer Landesforstanstalt mitteilt.
Warum jährlich ein neues Geweih?
In wenigen Wochen soll die aufpolierte Trophäe ihren großen Auftritt haben: Mit mächtigem Kopfschmuck und lautem Röhren wirbt der Rothirsch um Hirschkühe und versucht, Rivalen einzuschüchtern. Doch warum die Tiere jedes Jahr so viel Energie in ein neues Geweih stecken, ist wissenschaftlich weiterhin nicht vollständig geklärt. Diese Frage beschäftigt Forscher seit Jahrzehnten, ohne dass eine abschließende Antwort gefunden wurde.
Größte Wildtierart Deutschlands
Der Rothirsch gilt nach dem Aussterben von Wisent und Elch als größte Wildtierart in Deutschland. Er ist nicht nur in Thüringen, sondern in vielen Wäldern des Landes heimisch. Die Brunftzeit, die in den kommenden Wochen beginnt, ist für viele Naturfreunde ein besonderes Schauspiel, wenn die Hirsche mit ihren Rufen die Wälder erfüllen.



