Unwetter: Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau bleibt teils gesperrt
Unwetter: Fürst-Pückler-Park bleibt teils gesperrt

Nach dem schweren Unwetter in der Oberlausitz bleibt der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau vorerst weitgehend gesperrt. Besucher müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen, denn große Teile des 830 Hektar großen Geländes sind nicht mehr zugänglich. Die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau warnt ausdrücklich davor, die Anlage zu betreten, und hat Gefahrenbereiche abgesperrt.

Schäden am Gehölzbestand erheblich

Bereits am Dienstagabend hatten schwere Sturmböen und Starkregen den historischen Landschaftspark getroffen. Dabei entstanden nach Angaben der Stiftung erhebliche Schäden am Gehölzbestand. Abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume blockieren Wege und gefährden Spaziergänger. Das genaue Ausmaß der Zerstörung ist bislang unbekannt, da die Mitarbeiter erst damit begonnen haben, den gesamten Park zu inspizieren.

Die Stiftung hat reagiert und die betroffenen Bereiche weiträumig abgesperrt. Geöffnet bleiben lediglich das Neue Schloss mit dem Vorwerk sowie dessen unmittelbare Umgebung. Alle anderen Teile des Parks sind bis auf Weiteres tabu. Die Verantwortlichen hoffen, die größten Gefahrenquellen möglichst bis zum Wochenende zu beseitigen. Allerdings könnten die Aufräumarbeiten durch weitere Unwetter erschwert werden.

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Wetterdienst warnt vor neuen Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für den Nachmittag und Abend erneut einzelne Gewitter in der Oberlausitz, begleitet von heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Das könnte die ohnehin angespannte Situation im Park weiter verschärfen und die Arbeiten behindern. Besucher sollten daher die aktuellen Warnhinweise beachten und die gesperrten Flächen unbedingt meiden.

Der Fürst-Pückler-Park ist nicht irgendein Park: Er zählt seit 2004 zum Unesco-Welterbe und gilt als gemeinsames deutsch-polnisches Kulturerbe. Angelegt wurde er 1815 von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er erstreckt sich auf beiden Seiten der Neiße über Sachsen und Polen und grenzt an den Süden Brandenburgs. Die Deutsche Unesco-Kommission lobt ihn als „außergewöhnliches Beispiel eines europäischen Landschaftsparks, wegweisend für eine meisterhafte, gestaltete Landschaft“.

Tourismus und regionale Bedeutung

Der Park zieht jährlich zahlreiche Besucher an und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Die Sperrung trifft nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische, die den Park als Naherholungsgebiet nutzen. Die Stiftung bittet um Verständnis für die Maßnahmen und versichert, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um den Park so schnell wie möglich wieder sicher zugänglich zu machen.

Bis dahin gilt: Bitte halten Sie sich an die Absperrungen und betreten Sie die gekennzeichneten Gefahrenbereiche nicht. Die Natur braucht Zeit, um sich zu erholen, und die Sicherheit der Besucher hat oberste Priorität. Wir werden Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

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