Das Feuer im Müritz-Nationalpark ist nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte eingekesselt worden. Die Behörden errichteten sogenannte Wasserriegel, die den Boden und die Bäume auf der bisher nicht brennenden Waldfläche bewässern. Dadurch wird eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Die Ausdehnung des Brandes bleibt derzeit unverändert bei etwa 388 Hektar.
Rauchsäulen nehmen ab, Gefahr bleibt bestehen
Vereinzelte Rauchsäulen sind noch sichtbar, jedoch werden es laut Kreissprecher weniger. Dies deute auf weniger Feuer und Glut hin. Dennoch ist die Gefahr noch nicht gebannt. Zwei Wasserwerfer der Polizei aus Mecklenburg-Vorpommern und eine Spezialeinheit zur Brandbekämpfung aus Niedersachsen wurden angefordert. Diese Fahrzeuge können auch in dichtem Rauch eingesetzt werden.
Munitionsbelastung erschwert Löscharbeiten
Die Löscharbeiten werden durch die Altmunition auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände im Brandgebiet erschwert. Die aktive Brandbekämpfung findet daher nur im Osten des Gebiets statt, da die anderen Abschnitte aufgrund der Munitionsbelastung zu gefährlich sind. In der Nähe dieser Bereiche sind teilweise explodierende Patronen zu hören, so der Pressesprecher des Landkreises.
Evakuierung temporär aufgehoben, Urlauber gebeten, Gebiet zu meiden
Die Evakuierung der Ortschaft Granzin mit knapp 400 Einwohnern wurde am Vormittag temporär aufgehoben, die Notunterkunft bleibt jedoch einsatzbereit. Der Landkreis bat Urlauber, das Gebiet weiträumig zu meiden und Umwege in Kauf zu nehmen. „Unterstützen Sie die Einsatzkräfte, indem Sie die Wege freihalten“, hieß es in einer Mitteilung.
Einsatzkräfte kämpfen seit Montag gegen den Brand
Der Brand war am Montag ausgebrochen. Rund 360 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer am Samstag. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Am Freitag zogen schwere Gewitter ohne Niederschlag an der Brandregion vorbei. „Es kam kein Tropfen runter“, sagte Kreissprecher Marten Schröder. Bundeswehr-Hubschrauber waren im Einsatz, nahmen mit 5000-Liter-Tanks Wasser aus umliegenden Seen auf und wässerten Waldgebiete. Vom eigentlichen Brand müssen sie wegen der Altmunition einen Sicherheitsabstand von 1000 Metern einhalten.



