Waldbrand in Jüterbog weitgehend eingedämmt – 35 Hektar betroffen
Waldbrand in Jüterbog eingedämmt – 35 Hektar betroffen

Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände in Jüterbog (Brandenburg) ist laut Feuerwehr weitgehend eingedämmt. „Es brennen noch ein paar Baumstümpfe“, sagte Stadtbrandmeister Rico Walentin am Sonntagnachmittag. Die Lage habe sich entspannt, und die Feuerwehr führe nur noch Beobachtungsfahrten durch.

Schadensausmaß und Entstehung

Nach einer Bewertung vom Sonntag waren rund 35 Hektar von dem Brand betroffen, der am Samstag ausgebrochen war. Das Gebiet liegt im Bereich Jüterbog West nahe dem Wurzelberg auf der westlichen Seite des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Glücklicherweise sei die Vegetation in dem betroffenen Areal nicht sehr dicht gewesen, der Boden recht sandig, so Walentin. Zudem habe es geregnet, was die Löscharbeiten erleichterte.

Herausforderungen durch Munitionsaltlasten

Das frühere Militärgebiet ist stark mit alter Munition belastet, was die Einsätze immer wieder erschwert. „Schauen wir mal, was für Überraschungen in den nächsten Tagen warten“, sagte Walentin. Er kennt die zähen Einsätze, weil die Löscharbeiten wegen der Altlasten im Boden erschwert sind. Die Feuerwehr muss stets auf mögliche Explosionen achten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vergleich mit früheren Bränden

Bereits im Mai 2026 hatte es einen großen Waldbrand in der Region gegeben, bei dem etwa 152 Hektar brannten – eine Fläche von etwa 215 Fußballfeldern. Im Jahr 2023 zerstörte ein Feuer bei Jüterbog sogar rund 700 Hektar. Im Vergleich zu den verheerenden Waldbränden in Spanien und Frankreich seien die Brände in Jüterbog aber überschaubar, betonte Walentin. Die Bilder aus Bordeaux, wo derzeit ein verheerendes Feuer wütet und Menschen in Sicherheit gebracht werden, ließen ihn nicht kalt. „Man fühlt schon mit.“ In Frankreich hat das Feuer bisher mehr als 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört und sich der Großstadt Bordeaux genähert.

Aktuelle Lage und Ausblick

Derzeit sind keine weiteren Einsatzfahrzeuge mehr vor Ort, die Feuerwehr beschränkt sich auf Kontrollfahrten. Sollte sich die Situation verschlechtern, sei man jedoch jederzeit bereit, erneut auszurücken. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Gefahr vollständig gebannt ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration