Lkw-Fahrer bei Unfall auf der A 9 lebensgefährlich verletzt
Lkw-Fahrer bei A 9-Unfall lebensgefährlich verletzt

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 9 bei Neuburg an der Donau ist am Dienstagmorgen ein Lkw-Fahrer lebensgefährlich verletzt worden. Der Fahrer wurde nach ersten Erkenntnissen in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Die Autobahn war in Richtung München für mehrere Stunden voll gesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Unfallhergang noch unklar

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 7 Uhr zwischen den Anschlussstellen Neuburg-Süd und Burgheim. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Sattelzug von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Der Aufprall war so heftig, dass sich das Führerhaus des Lastwagens verformte und der Fahrer eingeklemmt wurde.

Die Feuerwehr Neuburg und die umliegenden Wehren waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Sie befreiten den Verletzten mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wrack. Ein Rettungshubschrauber flog den Mann in eine Klinik nach Augsburg. Nach Angaben der Polizei besteht Lebensgefahr.

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Autobahn stundenlang gesperrt

Die A 9 war in Fahrtrichtung München bis in den Vormittag hinein voll gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Neuburg-Süd abgeleitet. Es bildete sich ein Stau von zeitweise bis zu zehn Kilometern Länge. Auch die Gegenrichtung war zeitweise von Behinderungen betroffen, da Schaulustige ihre Fahrzeuge verlangsamten.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da der Lkw mit einer größeren Menge Gefahrgut beladen war. Nach Angaben der Feuerwehr konnte jedoch ein Austritt von Substanzen verhindert werden. Spezialkräfte der Feuerwehr überwachten die Ladung während der gesamten Bergung.

Ermittlungen zur Unfallursache

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Zeugen werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Ingolstadt zu melden. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt oder ein Fahrfehler die Ursache gewesen sein.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt. Die Autobahnmeisterei war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz, um die Fahrbahn zu reinigen und die Schutzplanke zu reparieren. Die Sperrung wurde gegen 11 Uhr aufgehoben, der Verkehr rollte jedoch zunächst nur langsam an.

Unfallserie auf der A 9

Bereits in den vergangenen Wochen kam es auf der A 9 im Bereich Neuburg mehrfach zu schweren Unfällen. Erst Ende April war ein Pkw in einen Lkw gerast, dabei wurde eine Person schwer verletzt. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten und ausreichend Abstand zu halten.

Die A 9 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen in Bayern und verbindet München mit Nürnberg und Berlin. Täglich nutzen rund 100.000 Fahrzeuge den Abschnitt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Insbesondere die Baustellenbereiche sorgen immer wieder für kritische Situationen.

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