Tragischer Unfall in Löhne: Schwangere (18) und ungeborenes Kind sterben nach Baumaufprall
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Sonntagabend in Löhne (Nordrhein-Westfalen) zu einer menschlichen Tragödie geführt. Ein Audi A6 mit fünf jungen Insassen prallte gegen einen Baum, wobei eine schwangere 18-Jährige und ihr ungeborenes Baby starben. Vier weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen.
Dramatische Unfallszene an der Bünder Straße
Gegen 18 Uhr eilten Rettungskräfte zur Bünder Straße in Löhne, wo sich eine erschütternde Szene bot. Über eine Strecke von mehr als hundert Metern zog sich die Unfallstelle wie eine Schneise der Verwüstung. Der 19-jährige Fahrer hatte in einer Linkskurve in Fahrtrichtung Herford die Kontrolle über den PS-starken Wagen verloren.
Der Audi A6 prallte mit voller Wucht gegen einen Baum am rechten Fahrbahnrand. Durch die immense Aufprallenergie wurde die hintere rechte Tür komplett abgerissen. Der Wagen schleuderte zurück auf die Straße und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen.
Zwei Frauen aus Fahrzeug geschleudert
Auf der Rückbank des Fahrzeugs saßen zwei junge Frauen im Alter von 18 und 21 Jahren. Beim heftigen Aufprall wurden beide aus dem Wagen auf die Straße geschleudert. Die 18-Jährige war hochschwanger – für sie und ihr ungeborenes Baby kam jede Hilfe zu spät. Beide starben kurz nach dem Unfall.
Die drei weiteren Insassen, allesamt junge Männer, erlitten teils schwere Verletzungen. Ersthelfer, die zur Unfallstelle eilten, versuchten verzweifelt, die Blutungen mit Verbandszeug zu stoppen. Die Verletzten wurden mit einem Rettungshubschrauber und mehreren Krankenwagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Wie es zu dem verheerenden Unfall kommen konnte, müssen nun Ermittler der Polizei klären. Unfallforscher sicherten bis in den späten Abend hinein Spuren an der Unfallstelle. Ein zentraler Untersuchungspunkt ist, warum die beiden jungen Frauen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden und ob sie angeschnallt waren.
Ein Polizeisprecher teilte mit, dass es beim 19-jährigen Fahrer zunächst keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum gebe. Die Bünder Straße musste aufgrund der umfangreichen Bergungs- und Untersuchungsarbeiten stundenlang vollständig gesperrt werden.
Die tragischen Ereignisse haben die Gemeinde Löhne in tiefe Trauer versetzt und werfen erneut Fragen zur Verkehrssicherheit auf jungen Fahrern auf.



