AfD baut Vorsprung aus: Union verliert weiter – Insa-Sonntagstrend
AfD baut Vorsprung aus: Union verliert weiter

Die AfD baut ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter aus. Laut dem aktuellen „Insa“-Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ liegt die rechtspopulistische Partei mit 29 Prozent unverändert auf Platz eins, während die Union (CDU/CSU) einen Punkt verliert und nur noch auf 21 Prozent kommt. Damit beträgt der Abstand zwischen AfD und Union acht Prozentpunkte.

SPD und Grüne gleichauf, Linke legt zu

Die SPD kann um einen Punkt auf 13 Prozent zulegen und liegt damit gleichauf mit den Grünen. Die Linke erreicht in der Befragung zehn Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verbessert sich um einen Punkt auf vier Prozent, ebenso wie die FDP, die ebenfalls bei vier Prozent steht. Sonstige Parteien kommen zusammen auf sechs Prozent – ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Die Umfrage wurde zwischen dem 2. und 3. Juli 2024 durchgeführt, also in dem Zeitraum, in dem die Ampel-Koalition ihr Reformpaket mit Steuerentlastungen und Bürokratieabbau vorstellte. Befragt wurden 1005 Personen. Die Fehlertoleranz gibt Insa mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an.

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AfD-Parteitag in Erfurt: Chrupalla und Weidel wiedergewählt

Am Wochenende fand in Erfurt der AfD-Bundesparteitag statt. Die Parteichefs Tino Chrupalla und Alice Weidel wurden am Samstag für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Der Parteitag wurde von Protesten zehntausender Demonstranten begleitet, die gegen die Politik der AfD protestierten.

Bevölkerung gespalten über AfD-Verbot und Brandmauer

Die Insa-Umfrage zeigt auch eine gespaltene Haltung der Bürger zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren. 40 Prozent der Befragten sprachen sich eher dafür aus, 45 Prozent eher dagegen. 15 Prozent machten keine Angabe.

Mit Blick auf die sogenannte Brandmauer – die Ablehnung einer Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD durch Union und SPD – finden 42 Prozent dies eher richtig. 39 Prozent halten dies eher für falsch. 19 Prozent waren unentschieden oder machten keine Angabe. Die genaue Fragestellung lautete: „Finden Sie es (eher) richtig oder falsch, dass Union und SPD eine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD ablehnen (Brandmauer)?“

Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

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