Fünf Wochen vor der Landtagswahl am 6. September 2026 zeigt der aktuelle „Sachsen-AnhaltTREND“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap einen klaren Vorsprung der AfD vor der CDU. Die AfD kommt unverändert auf 41 Prozent, während die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze auf nur 24 Prozent fällt – ein Minus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Mai-Umfrage. Der Abstand zwischen den beiden Parteien vergrößert sich damit weiter.
AfD bleibt mit 41 Prozent stärkste Kraft
Laut der repräsentativen Umfrage, die im Auftrag von MDR, WDR, „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ durchgeführt wurde, folgen auf die CDU die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Die Grünen liegen bei 5 Prozent und würden damit knapp den Einzug in den Landtag schaffen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheitert mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP, derzeit noch Teil der Landesregierung, wird aufgrund zu niedriger Werte nicht einzeln ausgewiesen.
CDU verliert weiter an Zustimmung
Die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP nimmt zu: Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit zufrieden oder sehr zufrieden. Auch die persönlichen Werte der Spitzenkandidaten bleiben schwach. CDU-Herausforderer Sven Schulze kann seine Bekanntheit zwar steigern, aber nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. AfD-Kandidat Ulrich Siegmund kommt auf 35 Prozent Zustimmung – ebenfalls keine mehrheitlich positive Bewertung.
Koalitionsoptionen begrenzt
Parlamentarische Mehrheiten könnte die CDU rechnerisch nur mit SPD und Linken oder mit der AfD bilden. Die Landes-CDU hat jedoch bekräftigt, weder mit der Linken noch mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen. Auch in der Bevölkerung stoßen solche Bündnisse mehrheitlich auf Skepsis. Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen soll, liegen AfD (44 Prozent) und CDU (43 Prozent) nahezu gleichauf.
Umfrage unter Vorbehalt
Infratest dimap befragte vom 23. bis 28. Juli 1.149 Wahlberechtigte telefonisch und online. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung. Die Umfrage spiegelt nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und ist keine Prognose für den Wahlausgang.



