Andy Burnham: Labour-Chef und Premierminister in Sicht
Burnham: Labour-Chef und Premier in Sicht

Burnham erhält ausreichend Rückhalt für Parteivorsitz

Der designierte britische Premierminister Andy Burnham steht kurz davor, den Vorsitz der Labour-Partei zu übernehmen. Nach übereinstimmenden Berichten hat der 56-jährige Politiker nun die Unterstützung von 349 Labour-Abgeordneten, wie die Nachrichtenagentur PA am Montagabend meldete. Damit ist es rechnerisch ausgeschlossen, dass ein anderer Kandidat die erforderlichen Stimmen erreicht. Für eine Kandidatur werden 20 Prozent der Labour-Abgeordneten benötigt, was derzeit 81 Stimmen entspricht.

Zeitplan für Machtwechsel steht fest

Mit dem Rückhalt der Abgeordneten ist der Zeitplan für den Machtwechsel weitgehend klar: Voraussichtlich am kommenden Freitag soll Burnham den Parteivorsitz übernehmen, der seit dem Rücktritt von Keir Starmer vakant ist. König Charles III. dürfte ihn dann am Montag mit der Regierungsbildung beauftragen. Burnham benötigt noch die Unterstützung von drei der Partei angeschlossenen Organisationen und Gewerkschaften, dies gilt jedoch als Formsache.

Burnham verspricht neuen politischen Ansatz

Bereits am Donnerstag hatte Burnham sich bei den Abgeordneten bedankt, nachdem er sich die Unterstützung von 322 der 403 Labour-Abgeordneten gesichert hatte. Der Rückhalt komme aus allen Teilen der Partei und zeige, „dass Großbritannien einen neuen politischen Ansatz braucht“, so Burnham. Er übernimmt die Labour-Partei in einer schweren Krise. Starmer war 2024 mit einem Erdrutschsieg ins Amt gekommen, hatte aber schnell an Beliebtheit eingebüßt. Bei den Regional- und Kommunalwahlen im Mai hatte Labour eine schwere Schlappe hinnehmen müssen.

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Burnhams Weg an die Spitze

Burnham war zuvor drei Mal hintereinander zum Bürgermeister des Großraums Manchester gewählt worden, was ihm den Spitznamen „König des Nordens“ einbrachte. Ende Juni war er als Abgeordneter für den nordenglischen Wahlkreis Makerfield ins Unterhaus eingezogen, um für das Amt des Parteichefs kandidieren zu können. Der ehemalige Bürgermeister der Region Greater Manchester hatte sich am Montag in einer internen Online-Veranstaltung den Fragen der Labour-Abgeordneten gestellt.

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