Cyberattacken: Deutschland bestellt russischen Botschafter ein
Cyberattacken: Russischer Botschafter einbestellt

Die Bundesregierung hat Russland für eine Serie mutmaßlicher Cyberangriffe auf Deutschland, andere EU-Staaten und die Ukraine verantwortlich gemacht. Das Auswärtige Amt bestellte am Montag den russischen Botschafter in Berlin ein, um die massiven Vorwürfe zu übermitteln.

Einbestellung des Botschafters

„Cyberangriffe gegen Deutschland, EU-Partner und die Ukraine sind inakzeptabel“, teilte das Auswärtige Amt auf der Plattform X mit. „Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen.“ Die Einbestellung des Botschafters diene dazu, die Haltung der Bundesregierung noch einmal deutlich zu machen.

Koordinierte Aktion mit Frankreich

Parallel zu Berlin bestellte auch Frankreich den russischen Botschafter in Paris ein. Beide Länder werfen Russland vor, eine destabilisierende Cyberkampagne gegen europäische Institutionen und kritische Infrastruktur zu führen. Die Angriffe hätten sich unter anderem gegen Regierungsnetzwerke, Energieversorger und Medienplattformen gerichtet.

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Reaktion der EU

Die EU-Kommission unterstützt die Maßnahmen. Ein Sprecher erklärte, man arbeite eng mit den Mitgliedstaaten zusammen, um die Sicherheit digitaler Systeme zu erhöhen. Weitere Sanktionen gegen russische Einrichtungen und Personen würden geprüft. Bereits im Mai hatte die EU einen Sanktionsrahmen für Cyberangriffe geschaffen, der nun aktiviert werden könnte.

Russland weist Vorwürfe zurück

Die russische Botschaft in Berlin wies die Anschuldigungen umgehend zurück. In einer Stellungnahme hieß es, die Vorwürfe seien „haltlos und dienten nur dazu, von eigenen Problemen abzulenken“. Russland sei stets an einem konstruktiven Dialog in Cybersicherheitsfragen interessiert. Die Einbestellung des Botschafters sei ein „unfreundlicher Akt“.

Hintergrund der Spannungen

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit dem Ukraine-Krieg 2022 tief zerrüttet. Cyberangriffe gelten als eine der Hauptwaffen in diesem Konflikt. Deutsche Sicherheitsbehörden hatten in den vergangenen Monaten mehrfach vor russischen Hackergruppen gewarnt, die gezielt kritische Infrastruktur angreifen. Die genauen technischen Details der aktuellen Angriffswelle wurden nicht veröffentlicht.

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