US-Behörden haben unter der Grenze zwischen Mexiko und den USA einen ausgeklügelten Schmuggeltunnel entdeckt. Der 590 Meter lange Gang führte von der mexikanischen Grenzstadt Tijuana nach Otay Mesa im US-Bundesstaat Kalifornien und lag bis zu 16 Meter tief unter der Erde. Mit verstärkten Wänden, einem Schienen- und Lüftungssystem sowie einem Stromanschluss war der Tunnel professionell ausgebaut. Der Ausgang auf der US-Seite war in einem Geschäft versteckt.
Kokain im Wert von 45 Millionen Dollar sichergestellt
Die Ermittler beschlagnahmten mehr als eine Tonne Kokain, dessen Straßenverkaufswert auf 45 Millionen Dollar (umgerechnet 39 Millionen Euro) geschätzt wird. Vier Personen wurden wegen der Einfuhr von Drogen in die USA angeklagt. Die Drogenfahnder beobachteten die Aktivitäten über mehrere Monate, bevor sie zugriffen.
99 Tunnel seit 1993 entdeckt
Nach Angaben des Justizministeriums wurden im Süden Kaliforniens seit 1993 bereits 99 unterirdische Gänge entdeckt, zuletzt vor vier Jahren. Der aktuelle Fund unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch Drogenkartelle, die immer wieder aufwändige Tunnel bauen, um ihre illegalen Waren über die Grenze zu schmuggeln.
Die US-Behörden arbeiten eng mit mexikanischen Sicherheitskräften zusammen, um solche Schmuggelrouten aufzudecken und zu zerstören. Der Fall zeigt, wie professionell die Kartelle vorgehen und welche technischen Mittel sie einsetzen.



