Eine Drohne hat am Mittwoch einen unter US-Besitz stehenden Flüssigerdgas-Tanker im ägyptischen Hafen Damietta getroffen. Die Sicherheitsfirma Ambrey bestätigte, dass ein schwimmendes LNG-Tanklager unter der Flagge der Marshallinseln von mindestens einer Drohne attackiert wurde. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Tote, und die Hafeninfrastruktur blieb unbeschädigt. Die betroffenen Schiffe wurden aus dem Hafen verlegt, der Betrieb an anderen Liegeplätzen soll in der Nacht wieder aufgenommen werden.
USA verhängen neue Iran-Sanktionen
Als Reaktion auf die anhaltenden Spannungen verhängten die USA neue Sanktionen gegen acht Tanker und zehn Unternehmen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Sechs der betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem in einem Interview mit Fox News harte Vergeltungsmaßnahmen an. Er sagte wörtlich: „We're going to beat the fucking shit out of them.“ Dies folgte auf iranische Raketenangriffe auf US-Streitkräfte im Nahen Osten, die das US-Militär nach eigenen Angaben abwehren konnte.
Ölpreise steigen deutlich
Die Ölpreise reagierten umgehend auf die Eskalation. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um sieben Prozent auf mehr als 90 Dollar, während US-Öl WTI rund sechs Prozent teurer wurde. Am Dienstag hatten die Preise noch nachgegeben. Analysten sehen die Gefahr weiterer Preissprünge, falls der Konflikt die Straße von Hormus oder Bab al-Mandab gefährdet.
Irakischer Premier sagt Treffen mit saudischem Kronprinzen ab
Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi sagte einen für Donnerstag geplanten Besuch bei Saudi-Arabiens Kronprinzen Mohammed bin Salman ab. Grund seien die Angriffe pro-iranischer Milizen im Irak auf das Königreich, so drei mit der Sache vertraute Personen. Zuvor hatten die USA und Saudi-Arabien mit gemeinsamen Luftschlägen diese Milizen attackiert. Dabei wurden nach Angaben der Volksmobilisierungskräfte (PMF) 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 verletzt.
Huthi-Miliz erwägt Gebühren für Rotes Meer
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen plant offenbar die Einführung von Durchfahrtsgebühren für Handelsschiffe im Roten Meer. Dies soll insbesondere die Meerenge Bab al-Mandab betreffen, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Idee sei bei einem Treffen in Teheran erörtert worden. Ein Zeitplan wurde nicht genannt. Ein arabischer Vertreter berichtete, dass iranische Berater mit den Huthi-Funktionären in den Jemen gereist seien, um den Aufbau einer Behörde zur Gebührenerhebung zu unterstützen.
Iranische Raketen gegen Jordanien abgefangen
Das jordanische Militär gab bekannt, fünf aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Ob es Opfer durch herabfallende Trümmer gab, blieb zunächst unklar. Der Iran hatte zuvor ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert – alle wurden nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom erfolgreich abgewehrt.
Netanjahu drängt Trump auf Verbleib im Iran-Krieg
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu traf US-Präsident Donald Trump zu einem 90-minütigen Gespräch im Weißen Haus. Netanjahu bezeichnete das Treffen als „eines der besten“ und betonte die gemeinsame Zielsetzung, eine iranische Atombombe zu verhindern. Trump sagte, Netanjahu wolle, dass die USA im Iran involviert bleiben, und verwies auf geheime Informationen über eine Atomeinrichtung namens „Pickaxe Mountain“. Trump drohte, diese zu zerstören, falls es zu keiner Einigung komme.
Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vor
Der Iran hat dem Oman einen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterbreitet. Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi erklärte, die Route solle in eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen. Einen omanischen Gegenvorschlag lehnte Teheran ab. Sollte Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen.
Wirtschaftliche Lage im Iran verschlechtert sich
Die Inflation im Iran erreichte nach Angaben des staatlichen Rundfunks 66 Prozent im vergangenen Jahr. Die Preise für medizinische Dienstleistungen stiegen stark, Krankenhäuser sind überfüllt und Warteschlangen vor Fachambulanzen lang. Diese Entwicklung folgt auf Wirtschaftsproteste im Januar und den fast fünfmonatigen Konflikt mit den USA.
Pentagon führt neue Opferstatistik ein
Das Pentagon hat eine neue Kategorie in seiner offiziellen Opferstatistik eingeführt, die Tote und Verletzte des Iran-Kriegs nach Abschluss der „Operation Epic Fury“ separat erfasst. Zuvor waren vier getötete Soldaten und Dutzende Verletzte aus der bisherigen Statistik entfernt und in die neue Kategorie „Overseas Operations“ aufgenommen worden.



