Trump-Regierung verkündet Ende der umstrittenen Razzien in Minnesota
Die umstrittenen Razzien von Bundesbehörden gegen Migranten im US-Bundesstaat Minnesota werden nach Angaben des Grenzschutz-Kommandeurs Tom Homan eingestellt. Homan gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass US-Präsident Donald Trump seinem Vorschlag zugestimmt habe, die Einsätze „angesichts der Erfolge“ zu beenden.
Kurskorrektur nach tödlichen Vorfällen und Protesten
Bereits Anfang Februar hatte Trump eine Kurskorrektur angekündigt, nachdem bei den Razzien im Januar zwei US-Bürger in Minneapolis getötet worden waren. Die Opfer Renée Good und Alex Pretti verloren ihr Leben während der viel kritisierten Einsätze, die Teil der rigorosen Abschiebepolitik der Trump-Regierung waren.
In einem Interview mit NBC News erklärte Trump damals: „Ich habe gelernt, dass wir vielleicht etwas sanfter vorgehen können.“ Diese Aussage folgte auf intensive Gespräche mit lokalen Verantwortlichen und heftige Proteste in der Bevölkerung.
Homan verkündet Erfolge und Abzug von Beamten
Tom Homan, der für den Hardliner Gregory Bovino eingewechselt worden war, zeigte sich auf der Pressekonferenz zufrieden mit den erzielten Fortschritten. Er betonte, dass „viele Kriminelle“ festgenommen worden seien, darunter auch Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung.
„Minnesota ist heute weniger ein Zufluchtsort für Kriminelle“, erklärte Homan. Der Abzug von 700 Grenzschutzbeamten aus Minneapolis gehe direkt auf Trumps Aufforderung zurück. Etwa 2.000 Beamte sollen jedoch weiterhin in der Region im Einsatz bleiben.
Widerstand der demokratischen Führung und Bevölkerung
Die demokratische Führung unter Gouverneur Tim Walz und dem Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hatte die Darstellung der Trump-Regierung wiederholt bestritten. Unter den Bürgern regte sich erheblicher Widerstand gegen die Razzien, an denen auch die Migrationsbehörde ICE teilgenommen hatte.
Die US-Regierung hatte vor Wochen Tausende Bundesbeamte in die Stadt Minneapolis und den gesamten Bundesstaat Minnesota entsandt. Die nun angekündigte Einstellung der Razzien markiert eine bedeutende Wende in der umstrittenen Einwanderungspolitik der Trump-Administration.



