Deutschland schiebt russische Oppositionelle nach Russland ab. Exil-Russen fürchten um ihr Leben. Menschenrechtler kritisieren die Praxis scharf.
Abschiebungen trotz politischer Verfolgung
Laut einem Bericht der „Financial Times“ hat Deutschland in den vergangenen Monaten mehrere russische Staatsbürger abgeschoben, die als Kritiker des Putin-Regimes gelten. Die Betroffenen wurden in ihre Heimat zurückgebracht, obwohl ihnen dort politische Verfolgung droht. Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm und fordern ein sofortiges Ende dieser Praxis.
Angst in der Exil-Gemeinde
In der russischen Exil-Gemeinde in Deutschland wächst die Angst. Viele fürchten, ebenfalls abgeschoben zu werden. „Wir sind nicht sicher“, sagt ein Exil-Russe, der anonym bleiben möchte. „Jeder von uns könnte der Nächste sein.“ Die Stimmung ist angespannt, viele überlegen, Deutschland zu verlassen.
Reaktionen aus Berlin
Das Bundesinnenministerium verteidigt die Abschiebungen. Man prüfe jeden Fall einzeln, heißt es. Wer kein Asylrecht habe, müsse das Land verlassen. Kritiker werfen der Regierung vor, damit Putin in die Hände zu spielen. Die Opposition im Bundestag fordert Aufklärung und eine Änderung der Praxis.



