Fahndung nach CSD-Anschlag: Schwer bewaffnete Polizei kontrolliert Grenzübergänge
Fahndung nach CSD-Anschlag: Polizei kontrolliert Grenzen

Nach dem brutalen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin in der Nacht zum Sonntag hat die Polizei eine groß angelegte Fahndung eingeleitet. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte kontrollieren seit den frühen Morgenstunden sämtliche Grenzübergänge im Stadtgebiet und in der Umgebung. Die Beamten sind mit Maschinenpistolen und Schutzwesten ausgerüstet und überprüfen jedes Fahrzeug, das die Stadt verlassen will. „Wir fahnden mit Hochdruck nach den Tätern, die für diese feige Tat verantwortlich sind“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei.

Hintergründe des Anschlags

Der Anschlag ereignete sich gegen 23 Uhr auf der abschließenden Parade des CSD im Bezirk Mitte. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler steuerte ein Fahrzeug in eine Menschenmenge, wobei mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar, die Polizei spricht von mindestens zehn Verletzten, darunter zwei in Lebensgefahr. Der Fahrer des Tatfahrzeugs flüchtete nach der Attacke zu Fuß in Richtung des nahegelegenen Bahnhofs Friedrichstraße. Die Sicherheitskräfte durchkämmten den Bahnhof mit schwer bewaffneten Kräften, konnten den Flüchtigen jedoch zunächst nicht stellen.

Fahndungsmaßnahmen an den Grenzen

Die Polizei richtete an allen Berliner Stadteingängen sowie an den Grenzübergängen zu Brandenburg Kontrollstellen ein. Besonders im Fokus stehen die Autobahnen A100, A115 und A113. Die Beamten filmen jedes Fahrzeug und gleichen Kennzeichen mit einer Fahndungsliste ab. Innenministerin Julia Schmiedt (parteilos) zeigte sich schockiert: „Dieser Anschlag trifft die offene Gesellschaft ins Herz. Wir werden alles tun, um die Täter schnell zu fassen und weitere Anschläge zu verhindern.“ Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und veröffentlichte ein Phantombild des Tatverdächtigen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Reaktionen aus der Politik

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verurteilte die Tat scharf: „Der CSD steht für Toleranz und Vielfalt – wer diese Veranstaltung angreift, greift unsere demokratischen Werte an.“ Vertreter der Polizeigewerkschaft forderten umfassende Konsequenzen, darunter eine dauerhafte Videoüberwachung bei Großveranstaltungen und schärfere Grenzkontrollen. Die Berliner Senatorin für Inneres, Katja Schröder (Grüne), kündigte eine Sondersitzung des Sicherheitsausschusses an. „Wir müssen aus dieser schrecklichen Tat lernen und die Sicherheit von Großveranstaltungen neu bewerten“, sagte sie.

Ermittlungen und Spurensuche

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sichert am Tatort Spuren. Das Tatfahrzeug wurde sichergestellt und wird technisch untersucht. Die Polizei schließt einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Nachbarn des mutmaßlichen Täters berichten von einer zunehmenden Radikalisierung in den letzten Monaten. Die Fahndung läuft auf Hochtouren: Hubschrauber kreisen über der Stadt, und Spürhunde sind im Einsatz. Die Polizei warnt jedoch vor übereilten Schlüssen und bittet um Geduld. „Wir werden die Täter mit aller Härte des Rechtsstaates zur Verantwortung ziehen“, so der Polizeisprecher abschließend.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration