Fußball übersteht auch diese WM: Ein Kommentar zur politischen Härteprobe
Fußball übersteht auch diese WM: Ein Kommentar

Ein Blick in die internationale Presse genügt, um sich die Vorfreude auf die kommende WM komplett zu vermiesen. Von einer „Maga“-WM ist da die Rede, frei nach Donald Trumps Wahlspruch „Make America Great Again“. Doch trotz Trump und Fifa: Der Fußball wird auch diesen Härtetest überleben. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Weltmeisterschaft unter politisch widrigen Bedingungen stattfindet. Doch der Fußball wird auch das überstehen. Weil es um mehr geht als die Austragungsorte. Ein Kommentar von Tilman Schröter.

Die anstehende WM steht im Schatten von Kontroversen. Kritiker befürchten, dass das Turnier von politischen Agenden vereinnahmt wird. Donald Trump, der als möglicher Gastgeber oder Unterstützer auftritt, und die umstrittene Rolle der Fifa werfen lange Schatten. Doch die Geschichte zeigt: Der Fußball hat schon viele Krisen überstanden. Von den Boykottdrohungen während der Apartheid bis hin zu den politischen Spannungen bei Turnieren in autoritären Staaten – der Sport hat sich stets als widerstandsfähig erwiesen.

Politische Einflüsse auf den Fußball

Die Verbindung von Fußball und Politik ist nicht neu. Bereits bei der WM 1934 in Italien nutzte Mussolini das Turnier für Propagandazwecke. Auch die WM 1978 in Argentinien fand unter einer Militärdiktatur statt. In jüngerer Zeit sorgten die Vergabe der WM 2022 an Katar und die damit verbundenen Menschenrechtsdebatten für Aufsehen. Dennoch: Der Fußball als globales Phänomen bleibt stark. Die Fans, die Spieler und die Leidenschaft für das Spiel sind mächtiger als jede politische Einflussnahme.

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Die Rolle der Fans und der Gemeinschaft

Was den Fußball unverwüstlich macht, ist seine Basis. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt teilen die Begeisterung für den Sport. Sie sehen in der WM ein Ereignis, das Grenzen überwindet und Kulturen verbindet. Selbst wenn die Austragungsorte politisch umstritten sind, fokussieren sich die Fans auf das Spiel. Sie feiern Tore, leiden bei Niederlagen und schaffen eine Atmosphäre, die Politik in den Hintergrund drängt. Diese Gemeinschaft ist es, die den Fußball auch in schwierigen Zeiten trägt.

Natürlich ist es wichtig, kritisch zu bleiben und Missstände anzuprangern. Die Vergabepraktiken der Fifa, die Menschenrechtslage in Gastgeberländern oder die Instrumentalisierung durch Politiker dürfen nicht ignoriert werden. Aber der Fußball selbst ist mehr als die Summe seiner Fehler. Er ist ein Spiel, das Emotionen weckt und Menschen zusammenbringt. Und genau deshalb wird er auch diese WM überstehen – trotz aller politischen Widrigkeiten.

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