Irans staatliche Medien haben sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch US-Präsident Donald Trump mit Ermordung gedroht. Der Sicherheitsexperte Hans Schindler warnt: „Diese Drohungen müssen ernst genommen werden.“ Die iranische Führung agiere aggressiver als je zuvor, insbesondere nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei.
Warum Merz ins Visier gerät
Laut Schindler gibt es zwei Hauptgründe, warum das Regime in Teheran nun auch den deutschen Kanzler bedroht. „Zum einen steht Deutschland fest an der Seite Israels, des Erzfeindes der Islamischen Republik“, so der Experte. Zum anderen habe Merz öffentlich den Untergang des Regimes vorausgesagt. „Merz war es auch, der den Untergang des Regimes vorausgesagt hatte“, betont Schindler.
Die Drohungen kommen zu einem Zeitpunkt, da die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen weiter zunehmen. Irans staatliche Medien veröffentlichen regelmäßig Aufrufe zur Gewalt gegen westliche Führungspersönlichkeiten. Experten sehen darin eine gezielte Eskalationsstrategie der Hardliner in Teheran.
Aggressivere Gangart nach Chameneis Tod
Schindler weist darauf hin, dass die Führung in Teheran „noch sehr viel aggressiver agiert als vor dem Tod des Revolutionsführers Ali Chamenei“. Die Nachfolge des obersten Führers sei noch nicht endgültig geklärt, was zu internen Machtkämpfen und einer verschärften Rhetorik nach außen führe.
Die Morddrohungen gegen Trump sind nicht neu – bereits während seiner ersten Amtszeit gab es ähnliche Aussagen. Dass nun aber auch der deutsche Kanzler ins Visier genommen wird, sei eine neue Qualität. „Deutschland ist ein wichtiger Verbündeter der USA und Israels, und Merz hat mit seiner klaren Haltung gegenüber dem Regime provoziert“, erklärt Schindler.
Einschätzung der Sicherheitsbehörden
Die deutschen Sicherheitsbehörden haben die Drohungen analysiert und die Schutzmaßnahmen für den Kanzler verstärkt. Bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf eine unmittelbare Gefahr, aber die Lage wird als ernst eingeschätzt. „Das Regime in Teheran hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass es bereit ist, seine Feinde auch im Ausland zu verfolgen“, warnt Schindler.
Die iranischen Staatsmedien, die direkt der Regierung unterstehen, verbreiten regelmäßig Hasspropaganda gegen westliche Politiker. Experten fordern eine entschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft, um solche Aufrufe zur Gewalt zu unterbinden.



