Iran greift Israel an: Reporterin erlebt Raketenalarm in Tel Aviv hautnah
Iran greift Israel an: Reporterin erlebt Raketenalarm in Tel Aviv

Raketenalarm in Tel Aviv: Reporterin schildert die Situation im Bunker

Tel Aviv. Die Reporterin Kiona Mae Higgins von der Berliner Morgenpost, die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört, erlebt derzeit in Tel Aviv die neuen Raketenangriffe auf Israel hautnah. Am frühen Morgen um 5:54 Uhr heulten die Sirenen erstmals auf. Der Grund: Raketenbeschuss durch die Huthi-Miliz aus dem Jemen. Higgins beschreibt die Lage als äußerst angespannt.

„Zu fünft stehen wir im Schutzraum auf der achten Etage des Hotels. Die Müdigkeit ist schlagartig verschwunden, stattdessen macht sich Anspannung breit“, schildert die Reporterin ihre Eindrücke. Kurz nach sieben Uhr folgte dann der zweite Alarm – diesmal aufgrund von Raketen aus dem Iran. Im Bunker wurde es zunehmend voller: „Etwa 15 Menschen drängen sich in dem Raum, darunter auch Joggerinnen und Jogger, die von draußen hereingeeilt sind“, so Higgins weiter.

Für rund 20 Minuten stand der Alltag still, bis endlich Entwarnung gegeben wurde. „Die Menschen verlassen den Schutzraum, setzen ihren Morgen fort, als wäre nichts gewesen“, beschreibt Higgins die erstaunliche Normalität. Eine Hotelmitarbeiterin vermutete, dass sich dieses Muster den ganzen Tag über fortsetzen könnte. Im Bunker gab es sogar frischen Kaffee für die Schutzsuchenden.

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Israelische Luftwaffe schlägt zurück: Angriffe auf Ziele im Iran

Bereits in der Nacht hatte die israelische Luftwaffe Ziele im Iran angegriffen, wie das Militär auf der Plattform X mitteilte. Man bleibe in voller Einsatzbereitschaft und sei darauf vorbereitet, gegen alle Bedrohungen vorzugehen. Der iranische Staatssender Irib und die Nachrichtenagentur Irna berichteten von Explosionen in der Hauptstadt Teheran, wobei Wohngebiete nicht getroffen wurden. Dieser Angriff war die Antwort auf iranische Raketenangriffe auf Israel am Abend zuvor, bei denen nach israelischen Angaben alle Raketen der ersten Wellen abgefangen wurden.

Israel greift Hisbollah-Stellungen bei Beirut trotz Waffenruhe an

Zuvor hatte Israel am Sonntag trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Armee erklärte, sie habe „Terroristen-Hauptquartiere“ als Reaktion auf vorherigen Beschuss durch die Hisbollah attackiert. Die Hisbollah gilt als wichtigster nichtstaatlicher Verbündeter des Irans. Teheran warnte, dass weitere israelische Angriffe auf den Großraum Beirut als neue Eskalation gewertet würden.

Seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April hatte Israel die Angriffe im Raum Beirut deutlich eingeschränkt. Trump hatte damals einen Stopp israelischer Angriffe und ein Ende der Hisbollah-Angriffe auf Israel verkündet. Israel drohte jedoch, die Gebiete im Falle von Hisbollah-Attacken erneut anzugreifen und die Bewohner zur Flucht zu zwingen. Die angespannte Lage in der Region bleibt damit bestehen.

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