Aktuelle Zinsentwicklungen bei Tages- und Festgeld: Diese Banken erhöhen die Zinsen
Aktuelle Zinsentwicklungen: Diese Banken erhöhen die Zinsen

Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben unverändert, dennoch gibt es bei einigen Banken Zinserhöhungen für Festgeld und Tagesgeld. Der folgende Überblick fasst die aktuellen Entwicklungen für Sparer zusammen.

27. Juli: Zinserhöhungen bei Kommunalkredit Invest und Gefa Bank

Die Woche begann mit zwei Zinserhöhungen für Festgeld. Die Kommunalkredit Invest bietet ab sofort je nach Anlagesumme unterschiedliche Zinssätze. Bei Einlagen über 10.000 Euro sind für Laufzeiten von zwölf Monaten bis zehn Jahren 3,00 bis 3,10 Prozent möglich. Für kleinere Beträge unter 10.000 Euro gelten 2,40 bis 2,50 Prozent. Besonders attraktiv ist das Zweijahresangebot mit 3,10 Prozent, das im Festgeldvergleich auf Platz drei liegt. Die österreichische Einlagensicherung schützt Beträge bis 100.000 Euro, und das Land hat ein Rating von AA+.

Ebenfalls am 27. Juli erhöhte die Gefa Bank ihre Festgeldkonditionen. Für klassisches Festgeld ab 10.000 Euro gibt es jetzt bis zu 3,30 Prozent für fünf Jahre. Auch der sogenannte Auszahlplan wurde angepasst: Hier erhalten Anleger ihr Kapital in monatlichen Raten zurück, bei Laufzeiten von vier bis zehn Jahren mit Zinssätzen von 3,00 bis 3,30 Prozent. Für die Gefa Bank gilt die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro, und Deutschland hat das Top-Rating AAA.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

24. Juli: Suresse Direkt Bank erhöht Tagesgeldzinsen

Trotz des unveränderten EZB-Zinses verbesserte die Suresse Direkt Bank ihr Tagesgeldangebot. Neukunden erhalten nun 3,5 Prozent pro Jahr für sechs Monate, zuvor waren es 3,27 Prozent für vier Monate. Der Basiszinssatz beträgt 2,05 Prozent, und der Aktionszinssatz gilt für Einlagen bis 250.000 Euro. Die spanische Einlagensicherung deckt Beträge bis 100.000 Euro ab. Damit liegt die Bank rund 0,5 Prozentpunkte hinter den Spitzenreitern wie Chase und Norisbank mit 4,0 Prozent, bietet aber eine längere Zinsgarantie.

22. Juli: Hamburg Direct Bank mit 3,41 Prozent Tagesgeld

Die Hamburg Direct Bank erhöhte ihren Tagesgeld-Neukundenzins von 3,21 auf 3,41 Prozent pro Jahr für drei Monate. Anschließend gilt der variable Bestandskundenzins von 1,5 Prozent. Der Maximalbetrag für den Aktionszins liegt bei 150.000 Euro, und die deutsche Einlagensicherung schützt bis 100.000 Euro. Im Vergleich platziert sich die Bank zwischen der Consorsbank (3,40 Prozent für fünf Monate) und der Opel Bank (3,42 Prozent für drei Monate).

21. Juli: Postbank-Aktion endet am 3. August

Die Postbank bietet aktuell 3,2 Prozent Tagesgeldzinsen für sechs Monate, allerdings nur noch bis zum 3. August 2026. Der Aktionszeitraum läuft vom 15. August 2026 bis 14. Februar 2027. Neues Geld ist erforderlich, und der Mindestbetrag beträgt 2500 Euro bei maximal 250.000 Euro. Auch Bestandskunden können mit neuem Geld teilnehmen. Die höchsten Tagesgeldzinsen von 4,0 Prozent zahlen derzeit Chase und die Norisbank.

20. Juli: Bank of Scotland erhöht Festgeldzinsen

Die Bank of Scotland hat die Festgeldzinsen über alle Laufzeiten angehoben. Für drei Monate gibt es 2,6 Prozent, für sechs Monate 2,7 Prozent, für neun Monate 2,8 Prozent und für zwölf Monate 3,0 Prozent. Vor allem das Einjahresangebot ist wettbewerbsfähig und liegt gleichauf mit der VW Bank. Die Bank of Scotland ist eine Marke der Lloyds Bank mit Sitz in Berlin, daher greift die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Bei kurzen Laufzeiten sind Tagesgeldkonten mit höheren Zinsen und Flexibilität oft attraktiver.

16. Juli: Sparda-Bank West mit langer Zinsgarantie

Die Sparda-Bank West bietet ein Tagesgeldangebot mit 3,2 Prozent pro Jahr, garantiert bis zum 15. Februar 2027. Damit ist die Zinsbindung mit rund sieben Monaten deutlich länger als bei vielen anderen Angeboten. Auch Bestandskunden können mit neuem Geld teilnehmen. Der Basiszinssatz liegt bei 0,75 Prozent, die Einlagensicherung ist deutsch. Obwohl die Zinsen nicht Spitze sind, überzeugt die lange Garantie.

14. Juli: Deutsche Bank Festgeldaktion bis 16. Juli

Die Deutsche Bank bietet bis zum 16. Juli 2026 ein Festgeld mit 2,7 Prozent für ein Jahr bei neuen Geldern ab 2500 Euro. Das Geld darf nicht von einem Konto der Deutsche-Bank-Gruppe stammen. Ohne diese Bedingung gilt der reguläre Satz von 2,3 Prozent. Spitzenreiter für einjähriges Festgeld ist die Hoistspar mit 3,1 Prozent. Sparer sollten vor einer Entscheidung den Markt vergleichen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

7. Juli: Klarna erhöht Festgeldzinsen auf bis zu 3,05 Prozent

Der schwedische Anbieter Klarna hob die Festgeldzinsen an. Für zwölf Monate gibt es 2,90 Prozent, für 18 Monate 2,92 Prozent, für 24 Monate 2,96 Prozent, für 36 Monate 3,01 Prozent und für 48 Monate 3,05 Prozent. Bei längeren Laufzeiten sind jedoch Angebote der J&T Direktbank (3,20 Prozent für vier Jahre) oder der Pbb direkt (3,30 Prozent für fünf Jahre) höher. Im Zwölfmonatsbereich ist Klarna wettbewerbsfähig, aber die J&T Direktbank bietet mit 3,05 Prozent noch etwas mehr.