Iran-Krieg: Libanon und Israel verhandeln über Truppenabzug in Rom
Iran-Krieg: Libanon und Israel verhandeln über Truppenabzug

Libanon und Israel haben am Dienstag in Rom Verhandlungen über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon aufgenommen. Bei den zweitägigen Gesprächen in der US-Botschaft solle die Umsetzung eines von den USA vermittelten Rahmenabkommens erörtert werden, sagten libanesische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Erwartungen auf rasche Fortschritte seien jedoch gering. Das am 26. Juni in Washington vereinbarte Abkommen sieht ein Ende des Konflikts, die Entwaffnung militanter Gruppen wie der mit dem Iran verbündeten Hisbollah sowie den Abzug der israelischen Armee und die Stationierung libanesischer Truppen im Süden des Landes vor.

Indien protestiert bei Iran nach Tod eines Seemanns

Indien protestiert nach der Tötung eines indischen Seemanns in der Straße von Hormus scharf bei der iranischen Regierung. Das Außenministerium in Neu-Delhi bestellt dazu den stellvertretenden iranischen Botschafter ein, wie das Ministerium mitteilt. Das Opfer gehörte zu den 46 Besatzungsmitgliedern zweier Schiffe, die in der Meerenge angegriffen wurden. Zehn weitere seiner Landsleute wurden verletzt, zwei davon schwer. Indien zeigt sich „zutiefst besorgt“ und fordert ein Ende der Angriffe auf die Handelsschifffahrt.

Iranische Medien melden erneut Explosionen im Süden

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

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Britische Behörde: Tanker nahe Straße von Hormus von Rakete getroffen

Ein Tanker ist beim Verlassen der Straße von Hormus auf der südlichen Route von einer Rakete getroffen worden. Der Angriff habe sich am Montag rund 13 Seemeilen südöstlich der omanischen Ortschaft Limah ereignet, meldet die britische Informationsstelle für den Seehandel (UKMTO).

Deutsche Reeder beklagen Rückschlag in Straße von Hormus

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) warnt vor den Folgen einer neuen Blockade in der Straße von Hormus und den Gebührenplänen von US-Präsident Donald Trump. „Die erneute Eskalation ist äußerst besorgniserregend“, sagt VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger der „WirtschaftsWoche“ laut Vorabbericht. „Nach den Hoffnungen auf eine schrittweise Normalisierung erleben wir nun einen deutlichen Rückschlag.“ Betroffen seien rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management. Sie seien derzeit mit etwa 400 Seeleuten in der Region unterwegs. In Trumps jüngstem Vorstoß sieht der VDR einen Verstoß gegen das Seerecht. „Kein einzelner Staat sollte den freien Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen.“ Ein solcher Schritt würde die freie Schifffahrt infrage stellen. „Heute geht es um die Straße von Hormus, morgen um die Straße von Malakka, übermorgen um die nächste internationale Meerenge. Wo soll das enden?“

Revolutionsgarden attackieren US-Luftwaffenbasis in Jordanien

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. In einer von der Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung ruft die militärische Eliteeinheit die jordanische Bevölkerung dazu auf, die US-Militärbasen in ihrem Land niederzureißen. Zugleich betonen die Revolutionsgarden die Verbindung mit dem Land: Die Revolutionsgarden hegten keine Feindschaft gegen Jordanien, heißt es in der Mitteilung weiter. Vielmehr liebe man das jordanische Volk, „das den Schmerz und die Unterdrückung der Palästinenser besser als jede andere Nation“ verstehe.

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USA setzen Angriffe im Iran fort – Teheran attackiert Tanker

Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. Bei der Attacke auf die Schiffe der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben. Derweil meldeten iranische Medien in der Nacht mehrfache Explosionen an der Südküste der Islamischen Republik.

Erneut Sirenengeheul in Bahrain

Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran heulen im Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Das US-Militär hatte zuvor in dritter Nacht in Folge mit Angriffen gegen den Iran begonnen. Iranische Medien meldeten Explosionen. Bahrain wie auch Kuwait, die zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe standen, hatten erst in der Nacht zuvor von feindlichem Raketenbeschuss berichtet.

Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste

Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des mit den USA verbündeten Golfstaats in der Straße von Hormus angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium der Emirate in der Nacht auf der Plattform X bekanntgab, wurden die Schiffe bei der Durchquerung auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer von zwei Marschflugkörpern getroffen. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden, zudem seien acht verletzt worden, vier davon schwer. Bei den Verletzten handele es sich um sechs indische und zwei ukrainische Staatsangehörige, hieß es weiter. Zudem seien Brände auf beiden Tankern ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden. Der Angriff stelle einen „schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des Völkerrechts“ dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren.

Berichte über Explosionen im Iran

Nach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet. Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in einem Radiointerview angekündigt, dass das US-Militär den Iran erneut attackieren und hart treffen werde. Kurz darauf begann das US-Militär die dritte Nacht in Folge mit Angriffen. Sie würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu attackieren, hieß es. Die US-Streitkräfte hatten bereits in den vergangenen Tagen wiederholt iranische Ziele angegriffen.

Trump droht dem Iran mit Angriff auf Tunnelsystem im Kuh-e Kolang

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einem Angriff auf das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang. „Wir werden Pickaxe Mountain ausschalten“, sagt Trump in einem Radiointerview und verwendet damit den in den USA gebräuchlichen Namen. „Sagen Sie den Iranern, sie sollen sich auf etwas gefasst machen.“ Die Anlage nahe dem beschädigten Atomkomplex Natans liegt Experten zufolge so tief unter der Erde, dass sie selbst von den stärksten bunkerbrechenden US-Bomben kaum zerstört werden kann. Zudem kündigt Trump neue Militärschläge gegen den Iran an. „Wir werden sie heute Abend sehr hart treffen und wir werden sie morgen hart treffen.“

USA melden Beginn der Seeblockade für Dienstag um 22 Uhr an

Das US-Militär verhängt nach Angaben des von der US-Marine geführten Joint Maritime Information Center (JMIC) am 14. Juli um 22 Uhr MESZ eine Seeblockade gegen den Iran. Die Maßnahme gelte für jeglichen Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge und umfasse die gesamte iranische Küste einschließlich aller Häfen und Ölterminals. Die Durchfahrt neutraler Schiffe durch die Straße von Hormus zu Zielen außerhalb des Iran werde nicht behindert. Humanitäre Hilfslieferungen seien nach vorheriger Inspektion weiterhin zulässig.

Raketenangriff auf Saudi-Arabien abgewehrt

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben ballistische Raketen abgefangen, die von der Huthi-Miliz abgeschossen worden sein sollen. Sie wurden einem Sprecher der Koalition zufolge auf die südliche Region Saudi-Arabiens abgefeuert. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hatte es am frühen Nachmittag Luftangriffe auf den Flughafen gegeben. Die Huthi warfen Saudi-Arabien vor, diese durchgeführt zu haben und drohten mit Vergeltung. Die jemenitische Regierung reklamierte die Angriffe für sich. Sie hätten stattgefunden, um die Landung eines iranischen Flugzeuges zu verhindern.

UN-Organisation gegen Frachtgebühr in Straße von Hormus

Die UN-Schifffahrtsorganisation IMO weist Pläne von US-Präsident Donald Trump für eine Frachtgebühr in der Straße von Hormus zurück. Für eine solche Abgabe gebe es keine rechtliche Grundlage, teilt die Organisation mit. Trump hatte einen Aufschlag von 20 Prozent auf Transporte durch die strategisch wichtige Meerenge angekündigt, ohne Details zu nennen. Die IMO lehnt eigenen Angaben zufolge Passagegebühren für internationale Meerengen strikt ab. Vertreter der Schifffahrtsbranche äußern sich besorgt und erklären, ein solcher Schritt verstoße nach ihrer Einschätzung gegen Völkerrecht.

US-Militär meldet Angriff auf iranische U-Boot-Anlage

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Sonntag eine Wartungsanlage für U-Boote und Schiffe im Iran angegriffen. Bei dem Einsatz seien Einweg-Drohnen genutzt worden, teilt das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Durch die Angriffe werde die Fähigkeit des Iran eingeschränkt, weiterhin die Handelsschifffahrt zu attackieren. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Trump: Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

Im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen Ländern solle ein „fairer und offener“ Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA werde von nun an als „Hüter der Straße von Hormus“ bekannt sein, schrieb der US-Präsident. Dafür, dass die USA für Sicherheit sorge, verlange Trump eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Güter, die durch die Straße von Hormus befördert werden.

E3-Staatengemeinde verurteilt iranische Angriffe auf Schiffe

Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilen „die ruchlosen Angriffe Irans auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und auf Länder in der Region, darunter Katar, Kuwait, Oman und Jordanien“. In einer Erklärung der E3 genannten europäischen Staaten heißt es weiter: „Die Achtung der Souveränität über Küstenmeere sowie die Freiheit der Schifffahrt sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ Zugleich fordern die drei Staaten „Wiederherstellung des Waffenstillstands und die Wiederaufnahme der Verhandlungen“ zwischen den USA und dem Iran.

Trump: USA könnten Kontrolle über Straße von Hormus übernehmen

US-Präsident Donald Trump schließt eine Übernahme der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus durch die USA nicht aus. „Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagt Trump in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News. Die USA würden zum „Schutzengel der Meerenge“ werden. Für diesen Einsatz müsse das Land jedoch finanziell entschädigt werden, fordert er.

Jemens Militär beschießt wegen iranischem Flugzeug Landebahn in Sanaa

Im Bürgerkriegsland Jemen hat das Militär nach eigenen Angaben die Landebahn des internationalen Flughafens in der Hauptstadt Sanaa unter Beschuss genommen, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Die Streitkräfte hätten die Start- und Landebahn attackiert, teilt das Verteidigungsministerium mit. Sanaa wird von den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrolliert. Die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wird, hat ihren Sitz in Aden im Süden des Landes.

Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt.

Wadephul fordert direkte Gespräche zwischen USA und Iran

Bundesaußenminister Johann Wadephul mahnt die sofortige Freigabe der Straße von Hormus an und fordert vom Iran ein Ende der Angriffe. „Der Iran muss das unterlassen“, sagt Wadephul vor Beginn von Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Die USA und der Iran müssten „jetzt sehr schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren, besser gesagt, endlich effektive bilaterale Verhandlungen aufnehmen“, fordert der Minister. „Diese Welt braucht endlich eine frei passierbare Straße von Hormus, die Freiheit der Navigation muss gewährleistet werden, und ich hoffe, dass wir Beiträge dazu leisten können, dass dies geschieht.“

Drohnenangriff auf Stützpunkt im Nordirak

Ein Stützpunkt einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe im Nordirak ist nach Angaben eines Kommandeurs mit Drohnen angegriffen worden. Ziel der Attacke in der irakischen Kurdenregion am Montag sei die Basis Chamschar des bewaffneten Flügels der Freiheitspartei Kurdistans gewesen, sagte der Kommandeur Rebas Scharifi.

Iran: Haben US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert

Der Iran hat nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait angegriffen. Zudem seien Radarsysteme in Oman zerstört sowie Treibstofftanks und Munitionsdepots auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Hassan in Jordanien getroffen worden, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Dies sei eine Reaktion auf die jüngste Welle von US-Angriffen. In Bahrain wurde am Montag dreimal Luftalarm ausgelöst.

Eskalation im Golf lässt Ölpreis steigen

Die zunehmenden Kämpfe im Persischen Golf haben am Montag die Aktienmärkte in Asien belastet. Die Behauptung des Irans, die wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen und schürte weltweit Inflationsrisiken. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze um 3,3 Prozent auf 78,50 Dollar. US-Leichtöl legte um 3,4 Prozent auf 73,83 Dollar zu.