In den USA wächst die Wut über den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI). Tech-Konzerne wie Meta und SpaceX errichten gigantische Rechenzentren in ländlichen Gebieten wie Louisiana oder Tennessee, oft mit fatalen Folgen: Felder werden abgetragen, Wasserquellen ausgesogen und Gas- oder Dieselkraftwerke nahe Wohnsiedlungen gebaut. Giftige Luft, Trockenheit und steigende Strompreise werden als Kollateralschäden in Kauf genommen. Die Unternehmen verstecken ihre Pläne teilweise hinter Tarnfirmen, erzwingen Verschwiegenheitserklärungen von Politikern und nutzen Steuerausnahmen.
Gesundheitsrisiken durch KI-Infrastruktur
Besonders betroffen ist ein armer Stadtteil südlich von Memphis, wo Elon Musks xAI ein Rechenzentrum errichtet. Die Krebsrate liegt dort bereits deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Anwohner berichten nun von Asthmaattacken durch Methangasturbinen, die Musk wegen des instabilen lokalen Stromnetzes installieren ließ. Die Wut über diese Entwicklung ist groß, zumal der Großteil des KI-Infrastrukturausbaus in den USA noch bevorsteht.
Politische Reaktionen und Baustopps
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete am Dienstag einen einjährigen Baustopp für Rechenzentren. Selbst republikanische Politiker wie der texanische Gouverneur Greg Abbott, zunächst euphorisch, steuern jetzt um. Umfragen zeigen eine wachsende Gegenbewegung in der Bevölkerung. Philipp Alvares de Souza Soares kommentiert: „Wenn das Silicon Valley nicht selbst gegensteuert, überlässt es den Populisten das Feld.“
Soziale Spaltung durch KI
Der KI-Ausbau wird zunehmend zu einer sozialen Frage. Die Verlierer sind vor allem einkommensschwache Gemeinden, die unter den Umwelt- und Gesundheitsfolgen leiden. Die Tech-Konzerne hingegen profitieren von Steuervergünstigungen und mangelnder Transparenz. Ohne Gegensteuern droht die Wut in populistische Bewegungen zu münden, die den technologischen Fortschritt insgesamt ablehnen.



