Mauritius erteilt Trump eine Absage: Chagos-Inseln nicht verhandelbar
Mauritius weist Trump zurück: Chagos-Inseln nicht verhandelbar

US-Präsident Trump zeigt Interesse an Chagos-Inseln

US-Präsident Donald Trump (79) hat offenbar ein Auge auf die Chagos-Inseln geworfen. Das berichtet die britische Zeitung The Telegraph. Die Inselgruppe im Indischen Ozean wird seit Jahrzehnten von Mauritius beansprucht. Nun reagiert die Regierung von Mauritius deutlich: Die Souveränität über den Chagos-Archipel sei nicht verhandelbar.

Mauritius weist Kaufabsichten zurück

In einer offiziellen Erklärung heißt es: „Die Regierung von Mauritius hat die vom Telegraph verbreiteten Informationen zur Kenntnis genommen. Bislang ist kein offizieller Vorschlag eingegangen, und die US-Regierung ist weder direkt noch indirekt an Mauritius herangetreten, um eine gesonderte Vereinbarung bezüglich Diego Garcia oder des Chagos-Archipels zu treffen.“ Weiter betont Mauritius: „Die Haltung von Mauritius bleibt unverändert: Die Souveränität über den Chagos-Archipel ist nicht verhandelbar.“

Strategisch wichtiger Militärstützpunkt Diego Garcia

Laut Telegraph erwägt die US-Regierung einen Kauf der Chagos-Inseln. Ziel ist es, die Kontrolle über den strategisch bedeutenden Militärstützpunkt Diego Garcia langfristig zu sichern. Die Inselgruppe liegt rund 2000 Kilometer nordöstlich von Mauritius. Das Weiße Haus prüft einen Plan, Großbritannien zu umgehen und ein eigenes Abkommen mit Mauritius zu schließen.

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Historischer Hintergrund der Chagos-Inseln

Die Chagos-Inseln wurden früher von Mauritius aus verwaltet. 1810 eroberte Großbritannien Mauritius, das bis 1968 britische Kolonie blieb. Bereits 1965 trennte London die Chagos-Inseln von Mauritius ab. Die wichtigste Insel ist Diego Garcia, auf der die USA und Großbritannien eine militärische Basis betreiben. Im Mai 2025 einigten sich Großbritannien und Mauritius auf einen Deal: Die Chagos-Inseln sollten wieder unter mauritische Souveränität fallen, während Großbritannien die Militärbasis 99 Jahre lang weiter nutzen darf. Trump stimmte zunächst zu, kritisierte die Übergabe im Januar 2026 jedoch als „große Dummheit“. Im April 2026 setzte Großbritannien die Rückgabe der Inseln aus.

Die Regierung von Mauritius unter Präsident Dharam Gokhool erteilt einer möglichen Kaufabsicht eine klare Absage. Die Zukunft der Chagos-Inseln bleibt damit ungewiss.

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