Mossad-Operation „Gestiefelter Kater“: Regimewechsel in Iran gescheitert
Mossad-Operation in Iran: Regimewechsel gescheitert

Der israelische Geheimdienst Mossad wollte mit einer geheimen Operation den Regimewechsel im Iran einleiten. Ausgerechnet der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad sollte dabei eine zentrale Rolle spielen. Doch die als „Gestiefelter Kater“ bekannte Mission scheiterte auf ganzer Linie, wie neue Enthüllungen des Spiegels offenbaren.

Hintergründe der gescheiterten Operation

Laut Informationen des Spiegels, veröffentlicht von Thore Schröder aus Tel Aviv, plante der Mossad unter der Leitung von David Barnea in Zusammenarbeit mit Premierminister Benjamin Netanjahu einen Putsch gegen die iranische Führung. Die Operation sollte Ahmadinejad, der von 2005 bis 2013 Präsident war, als Übergangsfigur installieren, um das Regime der Ajatollahs zu stürzen. Doch die Agenten scheiterten bereits in der Planungsphase an internen Konflikten und mangelnder Geheimhaltung.

Ein ehemaliger Mossad-Mitarbeiter erklärte: „Die Operation war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die Führung überschätzte ihre Fähigkeiten und unterschätzte die Sicherheitsvorkehrungen des iranischen Geheimdienstes.“

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Details zum Fehlschlag

Die Operation „Gestiefelter Kater“ sah vor, durch gezielte Desinformation und Kontakte zu oppositionellen Gruppen im Iran einen Aufstand zu provozieren. Ahmadinejad, der nach seiner Präsidentschaft zunehmend in Ungnade gefallen war, sollte als Galionsfigur dienen. Doch die iranischen Sicherheitsbehörden wurden frühzeitig auf die Pläne aufmerksam und verhafteten mehrere Kontaktpersonen des Mossad. Laut Spiegeleinbruch wurden mindestens 15 Agenten und Informanten festgenommen, was die Operation endgültig zum Scheitern brachte.

Der israelische Geheimdienst bestreitet offiziell jegliche Beteiligung an einem Regimewechselplan. Ein Sprecher des Mossad bezeichnete die Enthüllungen als „absurde Verschwörungstheorien“. Dennoch zeigen interne Dokumente, dass die Operation über Monate hinweg vorbereitet wurde.

Politische Auswirkungen

Das Scheitern der Operation hat weitreichende Konsequenzen für das Verhältnis zwischen Israel und dem Iran. Experten warnen vor einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Region. „Der Mossad hat mit diesem Fehlschlag nicht nur Glaubwürdigkeit verloren, sondern auch die iranische Führung gestärkt“, sagte ein Nahost-Experte der Universität Tel Aviv. Die iranische Regierung nutzte die Enthüllungen, um ihre Sicherheitsmaßnahmen zu rechtfertigen und neue Repressionen gegen Oppositionelle zu verhängen.

Premierminister Netanjahu steht innenpolitisch unter Druck, da die Operation ohne Wissen des Sicherheitskabinetts gestartet worden sein soll. Oppositionspolitiker fordern eine parlamentarische Untersuchung. Die Affäre könnte auch die Beziehungen zu den USA belasten, die von den Plänen offenbar nicht informiert waren.

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