Nato-Chef Rutte in Kiew: Drohnen treffen St. Petersburg
Nato-Chef Rutte in Kiew: Drohnen treffen St. Petersburg

Nato-Generalsekretär in Kiew angekommen

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Die staatliche ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzia bestätigte seine Ankunft am Hauptbahnhof. „Wir freuen uns, heute Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Kiewer Hauptbahnhof begrüßen zu dürfen“, erklärte das Unternehmen auf Telegram. Rutte nimmt an einem Wirtschaftsforum teil, das die Unterstützung für die Ukraine stärken soll.

Drohnenangriffe auf St. Petersburg vor Wirtschaftsforum

Kurz vor dem Beginn des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg, das als „russisches Davos“ gilt, haben ukrainische Drohnen die Stadt attackiert. Nach Angaben des Gouverneurs wurden mehrere Bezirke getroffen, darunter ein Ölterminal im Hafen. Der Flugverkehr am Flughafen Pulkowo wurde stark eingeschränkt. Bilder in Telegram-Kanälen zeigen tieffliegende Drohnen und Feuer. Verletzte wurden gemeldet, genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Sieben Tote bei Drohnenangriff in Donezk

Im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind bei einem Drohnenangriff sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Die Drohne traf einen Reisebus, der auf der Strecke Moskau-Simferopol über die annektierte Krim unterwegs war, wie der von Russland eingesetzte Gouverneur Denis Puschilin mitteilte.

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Weitere Drohnenangriffe und russische Gegenmaßnahmen

In der Region Tambow wurde die Stadt Mitschurinsk getroffen, wobei Nebengebäude eines Industriebetriebs, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt wurden. Verletzte gab es nicht. Russland meldete den Abschuss mehrerer Drohnen über der Region Leningrad und bei Moskau. Die Luftabwehr fing insgesamt 16 Drohnen ab. In Luhansk führten die Besatzungsbehörden eine Begrenzung der Kraftstoffabgabe auf 20 Liter pro Person ein.

Selenskyj warnt vor neuem Großangriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte in seiner abendlichen Videobotschaft vor einem weiteren massiven russischen Angriff noch in dieser Nacht. Er berief sich auf Geheimdienstinformationen. Zuvor hatte Russland die Ukraine mit schweren Luftangriffen überzogen, bei denen 22 Menschen starben und 130 verletzt wurden. Selenskyj betonte, dass Russland ukrainische Rüstungsunternehmen als vorrangige Ziele einstufe.

Russland verhängt Einreiseverbote gegen britische Journalisten

Als Reaktion auf die „antirussische Rhetorik“ Großbritanniens verhängte Russland Einreiseverbote gegen fünf britische Staatsbürger, darunter die Investigativjournalistin Catherine Belton und den Sicherheitskorrespondenten Richard Holmes. Auch Vertreter von Denkfabriken und Unternehmen sind betroffen.

Wirtschaftsforum in St. Petersburg überschattet

Das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg, das am Mittwoch beginnt, steht unter dem Eindruck der Drohnenangriffe. Russland hatte zuvor die Ukraine beschuldigt, mit den Attacken die Konferenz stören zu wollen. Die ukrainische Seite erklärte, die Angriffe dienten der Schwächung der russischen Kriegswirtschaft.

Russland erhöht Rohölexporte nach Raffinerie-Angriffen

Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf Raffinerien hat Russland die Rohölexporte über seine Westhäfen im Mai um 15 Prozent auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert – der höchste Wert seit September 2024. Die Regierung in Moskau ist gezwungen, das Öl zu exportieren, da es aufgrund beschädigter Anlagen nicht mehr im Land verarbeitet werden kann. Die Exportkapazitäten sind jedoch begrenzt.

Kraftstoffengpässe auf der Krim

Der von Russland eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Axjonow, rief die Bevölkerung angesichts von Benzinknappheit zur Ruhe auf. Ukrainische Drohnenangriffe hatten die Lieferungen aus den angrenzenden Gebieten eingeschränkt. Auch in Luhansk wurden Kraftstofflimits eingeführt.

Merz drängt auf EU-Beitrittsverhandlungen mit Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz forderte beim Empfang des ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar in Berlin, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu beginnen. Er betonte, dass bilaterale Fragen nicht zulasten der europäischen Unterstützung gehen dürften.

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Kreml spricht von „neuem Paradigma“ im Ukraine-Krieg

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, der Krieg in der Ukraine habe aufgrund ukrainischer Angriffe auf Zivilisten ein „neues Paradigma“ erreicht. Moskau stellt die jüngsten Luftangriffe als Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in Luhansk dar, bei dem 21 Menschen starben. Die Ukraine bestreitet, das Wohnheim gezielt angegriffen zu haben.

Ukrainischer Stabschef hält Kriegsende vor Winter für realistisch

Der Stabschef des ukrainischen Präsidenten, Kyrylo Budanow, hält ein Abkommen zur Beendigung des Krieges noch vor dem Winter für machbar. Er erwarte bald den Besuch einer US-Delegation in Moskau und Kiew. Die von den USA vermittelten Friedensgespräche stocken jedoch.

Lage an den Fronten stabil

Präsident Selenskyj bezeichnete die Lage an den Fronten als stabil. Der Militärblog DeepState bestätigte, dass die russischen Truppen im Mai nur 14 Quadratkilometer ukrainisches Territorium besetzten – die niedrigste Zahl in drei Jahren.