Exil-Oppositioneller Reza Pahlavi fordert US-Militärschlag gegen Iran als 'humanitäres Eingreifen'
Pahlavi fordert US-Militärschlag gegen Iran als 'humanitäres Eingreifen'

Exil-Oppositioneller Reza Pahlavi fordert US-Militärschlag gegen Iran als 'humanitäres Eingreifen'

Reza Pahlavi, der im Exil lebende Sohn des gestürzten iranischen Schahs, ruft die Vereinigten Staaten zu einem schnellen Militärschlag gegen das Regime in Teheran auf. In einem aktuellen Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel bezeichnet der prominente Oppositionelle die jüngsten blutigen Proteste im Iran als eine Revolution und hält das Regime für so geschwächt, dass jetzt ein gezielter Schlag gegen Revolutionswächter und Sicherheitskräfte möglich sei.

Humanitäre Intervention statt äußerer Einmischung

Pahlavi betont, dass es sich dabei nicht um eine äußere Einmischung handle, sondern um ein humanitäres Eingreifen zur Befreiung. Mit einem solchen Schritt könne ein weiterer Massenmord verhindert und den Iranerinnen und Iranern eine faire Chance gegeben werden, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Der Exil-Oppositionelle kündigte an, diese Forderung auch bei der bevorstehenden Münchner Sicherheitskonferenz erneut zu stellen.

Hoffnung auf Donald Trumps Unterstützung

Pahlavi setzt dabei besonders auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dessen Zusage Hilfe ist unterwegs. Diese Äußerung habe im Iran große Hoffnungen geweckt und viele Menschen ermutigt. Der Sohn des Schahs berichtet, dass sich bereits mehr als 100.000 Iranerinnen und Iraner bei seinem Team gemeldet hätten, darunter auch zahlreiche Angehörige des aktuellen Regimes. Viele hätten genug von der weit verbreiteten Korruption, der ideologischen Unterdrückung, der Gewalt und den systematischen Lügen der Führung.

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Pläne für die Zeit nach einem möglichen Umsturz

Reza Pahlavi kündigte an, persönlich in den Iran zurückkehren zu wollen, um den Übergang nach einem möglichen Sturz des Regimes zu organisieren. Für die Zeit nach einem Umsturz fordert er:

  • Amnestie für Mitläufer des Regimes
  • Prozesse nach Nürnberger Vorbild für führende Verantwortliche
  • Ein Referendum über die künftige Staatsform, das die iranische Bevölkerung selbst entscheiden soll

Appell an die internationale Gemeinschaft

An die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz richtet Pahlavi die klare Botschaft, dass die internationale Gemeinschaft aufhören müsse, das Teheraner Regime zu stützen. Stattdessen solle sie der iranischen Freiheitsbewegung politisch, wirtschaftlich und notfalls auch militärisch helfen. Die Proteste im Iran hatten am 28. Dezember begonnen und sich zunächst an der katastrophalen Wirtschaftslage entzündet. Schnell weiteten sie sich jedoch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus, bevor sie blutig niedergeschlagen wurden.

Münchner Sicherheitskonferenz als wichtige Bühne

Bei der am Freitag beginnenden 62. Münchner Sicherheitskonferenz wird die bayerische Landeshauptstadt München erneut zur internationalen Bühne für Weltpolitik. Mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter über 60 Staats- und Regierungschefs, werden drei Tage lang über die weltweiten Krisen und Konflikte beraten. Die Forderungen von Reza Pahlavi dürften dabei besondere Aufmerksamkeit erhalten, da sie eine grundlegende Veränderung der Iran-Politik des Westens verlangen.

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