Putin lehnt Selenskyjs Angebot für direkte Friedensgespräche ab
Putin lehnt Selenskyjs Gesprächsangebot ab

Putin weist Selenskyjs Friedensangebot zurück

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein direktes Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj abgelehnt. Auf der Plenarsitzung des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums erklärte Putin, er habe den Brief Selenskyjs „heute Morgen kurz“ gelesen und darin „Elemente von Unverschämtheit“ gefunden. Er wertete das Schreiben als Versuch, Bedingungen zu schaffen, die ein Treffen unmöglich machen würden.

Selenskyjs Angebot und Putins Reaktion

Selenskyj hatte in einem offenen Brief, der am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, ein direktes Gespräch mit Putin vorgeschlagen. „Ich schlage Ihnen ein Treffen vor“, hieß es in dem vom Präsidentenbüro in Kyjiw veröffentlichten Schreiben. Die Staatsführer sollten die „Schlüsselfragen“ selbst besprechen. Putin hingegen sagte, er sehe „keinen Sinn“ in einem Treffen mit Selenskyj. Er betonte, dass Kyjiw ein Treffen nur wolle, um den vermeintlichen Vormarsch der russischen Streitkräfte zu stoppen. An die russischen Militärs gerichtet sagte Putin: „Arbeitet, Brüder.“

Hintergrund des Briefes

Der Brief wurde nur einen Tag veröffentlicht, nachdem die Ukraine mit Raketen Energie- und Militäranlagen in Sankt Petersburg angegriffen hatte. Selenskyj versucht damit, die für Moskau bedeutsame Wirtschaftskonferenz militärisch wie diplomatisch zu kapern. Putin erwähnte auch, dass Selenskyj ihn kürzlich über einen russischen Geschäftsmann um ein Treffen gebeten habe. Er selbst sei jedoch dagegen, „von leer zu hohl zu gießen“, also substanzlose Gespräche zu führen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Petersburger Internationale Wirtschaftsforum

Das Wirtschaftsforum wird seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet. Insgesamt werden bei der bis Samstag andauernden Konferenz rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet. Aus Deutschland nehmen Politiker der in Teilen rechtsextremen AfD daran teil. Deren Reise stieß auf scharfe Kritik, auch bei der Bundesregierung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration